Weiter zum Inhalt
04Jul

Beckmann sieht Gefahr von Erdbeben

Am 3. Juli veröffentlichten WN und Westline den Artikel „Beckmann sieht Gefahr von Erdbeben“ mit einer ausführlichen Rechtfertigung des Gasbohrens durch den HammGas-Sprecher Reulecke, der alles darauf anlegt, Hubertus Beckmann zu diskreditieren.
So nutzten WN/Westline die Chance, HammGas die wissenschaftliche Hoheit in diesem Thema zuzusprechen.

Der von Beckmann herangezogene Science-Artikel High- rate injection is associated with the  increase in US mid-continent seismicity
liegt im Netz unter:
https://scits.stanford.edu/sites/default/files/weingarten_science.pdf
Wo kommt in ihm das von Reulecke angeführte Einbringen von 66.000 Liter/Stunde ( = 18,3 Liter/Sekunde) von Flüssigkeit in ein Bohrloch vor?
Nirgends!

Bei dem Artikel handelt es sich vielmehr um eine Meta-Studie, die sich auf fast 200.000 Bohrungen bezieht.
Sie führt an, dass es bei ungefähr 10% aller Bohrungen, nämlich genau bei 18.757 Bohrungen nach dem Einbringen von Injektionsflüssigkeit, zu Erdbeben im Umland kam.
Die Geologie im Untersuchungsgebiet der Studie (USA) nicht auf die Gegebenheiten in der Region Hamm übertragbar“ sagt Herr Reulecke.
Aber es handelt sich um fast 200.000 Untersuchungsstandorte mit fast 200.000 geologischen Strukturen.
Anscheinend las Herr Reulecke einen ganz anderen Artikel, und Westline/WN nahmen seine Fehlinformationen kritiklos auf.

Sollten sich im Untergrund von Nordick Salzlager befinden – und den Untergrund kennt nach Angaben des Geologischen Dienstes NRW niemand – könnte sich die geologische Statik selbst bei den für die Bohrkühlung eingebrachten geringen Wassermengen auflösen, wie das Salz in der Suppe.
Aber, sehr geehrter Herr Reulecke, um unsere Bedenken zu beruhigen:
Versichern Sie Ihre Bohrungen gegen umwelttechnische Schäden. Sie werden problemlos eine Versicherung finden, die sich an ihrem so Erdbebensicherem Vorgehen beteiligen wird.

Nur mit der Klimapolitik von Frau Merkel, die eine Nutzung der fossilen Energien beschleunigt zurückfahren will, wird HammGas seine Schwierigkeiten haben.
Das Argument Klimawandel spielt in den ökonomischen Analysen von HammGas wohl keine Rolle.
Herr Reulecke, wenn in der Südsee Klimawandel bedingt Inseln versinken, und dabei Menschen ums Leben kommen ist das allerdings KEIN KOLLATERALSCHADEN!
Wir bitten HammGas, sich dieser Verantwortung bewusst zu werden.

Verfasst am 04.07.2015 um 21:27 Uhr von .
Bislang wurde kein Kommentar hinterlassen. Du kannst hier einen Kommtenar schreiben.
Hier ist die TrackBack URL und der Kommentar-Feed des Artikels. Du kannst den Artikel auch auf Twitter oder Facebook posten.

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv - Benjamin Jopen.
41 Datenbankanfragen in 0,989 Sekunden · Anmelden