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03Sep

Scheitert die Windenergie in Ascheberg?

Mit der Entscheidung aus der Kernenergie mit ihren Ewigkeitskosten und Ewigkeitsrisiken auszusteigen müssen wir für Alternativen in unserer Energieversorgung sorgen. „Die moralische Verpflichtung, für den Klimaschutz etwas zu tun“ (Michael Krieger) verbietet eine Nutzung von Kohlekraft und Braunkohle:
fossile Energien bringen uns dem unwiderbringlichen Klimawandel näher.

Biogasanlagen sind aufgrund immanenter Lecks, aus denen das hocheffiziente Treibhausgas Methan strömt, der ihnen innewohnenden Gefahr einer Ausbildung und Propagierung von Krankheitskeimen sowie hoch problematischen Abfallprodukte der schlechteste aller Auswege.

Es verbleiben Solarenergie und Windenergieanlagen. Beide bilden für Ascheberg eine Möglichkeit, ja eine Verpflichtung, um eine klimaneutrale Energiesicherheit für die Zukunft mitzutragen. Hier liegen die notwendigen Flächen, die in dichtbesiedelten Regionen, wie dem Ruhrgebiet fehlen. Solarenergie wurde in mehreren Initiativen bereits zum wesentlichen Faktor der Ascheberger Energieversorgung gemacht. Bei der Windenergie jedoch scheint Ascheberg einzuknicken.

Gemeinden die Saerbeck haben den Weg der Windenergieanlagen bereits frühzeitig mit großem Erfolg beschritten. Der regionalen Energieproduktion gehört die Zukunft im 21. Jahrhundert, und wer hier zu spät kommt, den straft das Leben.

Die von B’90-Grüne so favorisierten Bürgerenergieparks bieten den Bürgern Aschebergs langfristig die Möglichkeit, ihr Geld mit auf dem Kapitalmarkt nicht mehr zu erzielenden Zinsen von 3,5 bis 4,5 Prozent, sicher anzulegen. Am 31.12.2016 sinkt diese Zinssicherheit drastisch und die Energieriesen werden das Heft wieder in die Hand nehmen. Die Chance einer der Demokratie immanenten Regionalisierung wäre wieder einmal vertan.

Die Maxime des Ascheberger Rats für die Errichtung von Windenergieanlagen „So wenig wie möglich – so viel wie nötig“ bedeutet ein Einknicken vor den Gegnern der Energiewende. Wenn vom Bürgermeister angefangen als böse drohende Zukunft von einer Verspargelung der Landschaft gesprochen wird, scheint es sich hier um einen freudschen Versprecher zu handeln. Spargelstangen gedeihen unterirdisch und werden unterirdisch geerntet.

Konzentrationszonen sollen diese sogenannte Verspargelung der Landschaft verhindern. Aber jetzt werden wohl auch diese Konzentrationszonen ad acta gelegt, bzw. politische Kräfte sorgen dafür, dass sie in die Hände von Großinvestoren fallen. Damit wurde nicht nur die langfristige Geldanlage unserer Mitbürger in regionale und gewinnsichere Projekte, sondern auch ein wesentlicher Schritt zur weiteren Demokratisierung unserer Gesellschaft ad acta gelegt.

„C’est la vie“ in Westfalen!

Verfasst am 03.09.2016 um 6:37 Uhr von .
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