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Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Ascheberg

Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Ascheberg
stellt Geschichte und Mitglieder vor.

 

 

04Apr

Bergrecht ändern statt BürgerInnen entrechten (Pressemitteilung)

Bereits vor über drei Jahren hat die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Genehmigungsbehörde darauf hingewiesen, dass das Bergrecht dringend reformiert werden müsse. Zu den Verbesserungsvorschlägen gehört neben einer verpflichtenden Sicherungsrücklage der antragstellenden Unternehmen auch die Beweislastumkehr. Leider sind bisher alle Bemühungen, das Bundesberggesetz fit für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu machen, an den jeweiligen CDU-geführten Bundesregierungen gescheitert.

Angesichts der aktuellen Pläne von HammGas in Ascheberg im Münsterland sind die betroffenen Bürgerinnen und Bürger nicht bereit, diesen skandalösen Missstand länger hinzunehmen. Es ist ja auch schwer vorstellbar, dass in Deutschland eine Behörde auf einer Grundlage genehmigen muss, die von dieser Behörde selber als völlig unzureichend gebrandmarkt wurde. Eine solche rechtliche Grundlage wäre z.B. im öffentlichen Straßenverkehr schlichtweg nicht vorstellbar. Und da es sich bei der Förderung von Erdgas um wesentlich riskantere Vorhaben handelt als den Betrieb eines PKWs, sollten entsprechend die gesetzlichen Rahmenbedingungen den in Deutschland üblichen Mindeststandards genügen.

Aus diesem Grunde wird ein zusammenschluss von Bürgerinitiativen versuchen, bei den zuständigen Ministerien in Düsseldorf ein Stopp aller weiterer Genehmigungen zu erwirken, bis es zu einer Änderung des Bergrechts gekommen ist. Gleichzeitig wurden die Kommunen, die von den Plänen von HammGas betroffen sind, und die Fraktionen im Düsseldorfer Landtag ebenfalls aufgefordert, auf eine Änderung des Bergrechts hinzuwirken. In offenen Briefen wurden die Geschäftsführer von HammGas, der Stadtwerke Hamm und der PVG GmbH – Resources Services & Management aufgefordert, jede weitere Planung zurückzustellen, bis ein modernes Bergrecht einen faire Verteilung von Risiken und Lasten rechtssicher gewährleistet.

Die offenen Briefe sind hier dokumentiert. Die Antworten der jeweils angeschriebenen Adressaten werden zeitnah nach Eingang veröffentlicht.

Falls Sie zu dieser Aktion noch Fragen haben oder die Aktion unterstützen möchten, dann wenden Sie sich bitte an diese Adresse:

kontakt@energiewende-jetzt.org

Adressat des offenen Briefs Antwort
Kommunen und Kreise Stadt Drensteinfurt: Zustimmung zu den Forderungen der BIs am 15.12.2015

Kreis Warendorf: Der Kreisausschuss hat in seiner Sitzung vom 05.12.2014 die Anregung der BIs an den Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Planung verwiesen. Die nächste Sitzung dieses Ausschusses findet am 20.02.2015 um 09:00 Uhr statt.

Kreis Coesfeld: Der Kreisausschuss und der Kreistag haben in ihren Sitzung vom 10.12.2014 bzw. 17.12.2014 die Anregung der BIs an den Ausschuss für Umwelt, öffentliche Sicherheit und Ordnung verwiesen. Die nächste Sitzung dieses Ausschusses ist für den 26.02.2015 vorgesehen.

Stadt Ascheberg: Die Eingabe der BIs wird als Antrag gem. § 24 GO NRW gewertet. Die weitere – terminliche – Vorgehensweise muss der Bürgermeister mit der Verwaltung noch abstimmen.

Stadt Hamm: Die Stadt Hamm weigert sich, sich mit dem Thema ‚Gasbohren und Bergrecht‘ auseinanderzusetzen.
Die Grünen in Hamm unterstützen die Pläne von HammGas.

Kreis Unna Weder eine Stellungnahme, noch eine Eingangsbestätigung erhalten. Hier wird nachgehakt.

Stadt Werne Die Forderungen werden laut einer Rückmeldung an die Fraktionen gesandt. Die Eingabe liegt dem Bürgermeister vor und die Stadt wird sich inhaltlich damit beschäftigen.

Fraktionen im Landtag NRW Von allen angeschriebenen Landtagsfraktionen liegt uns lediglich eine Antwort der Grünen vor.
04Apr

Fragen zur Gasbohrung an der Schachtanlage Radbod 7 in Ascheberg-Herbern

Weitere Informationen zum download hier

Kann die Förderung von Erdgas Erdbeben verursachen?

Ja. Der NDR brichtete bereits über den Zusammenhang. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Niedersachsen schreibt dazu:
„Daher ist ein Zusammenhang zwischen der Erdgasförderung und den seismischen Ereignissen in der Nähe der produktiven Erdgasfelder in Norddeutschland als wahrscheinlich einzustufen.“

In den NIederlanden im Erdgasfeld Gronigen sind über 25.000 Menschen von sogenannten Mikrobeben betroffen, 50.000 Wohnungen sind beschädigt. In einem Untersuchungsbericht fällte der nationale Sicherheitsrat das Urteil: Maximaler Gewinn war Behörden und Unternehmen demnach wichtiger als die Sicherheit der Bürger.


Ist Fracking eine Ursache für Erdbeben?

Dazu gibt es bisher keine eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Radio Bremen hat dazu ermittelt:
„Das Landesamt für Bergbau ist sich inzwischen sicher, (dass) Erdbeben durch Gasförderung, nicht aber durch Fracking verursacht werden.

Zum Erdbeben am 1. Mai im Landkreis Diepholz könne man sagen, dass im betreffenden Erdgasfeld (Klosterseelte) gar nicht nicht gefrackt wurde.“


Wie stark können Erbeben werden, die durch Gasförderung ausgelöst werden?

Das stärkste Erdbeben in Niedersachsen hatte es im Oktober 2004 in der Nähe von Rotenburg (Wümme) mit einer Stärke von 4,5 gegeben. Dieses Beben war noch im 90 Kilometer entfernten Hamburg zu spüren.


Ist die Entschädigung z.B. von Immobilienbesitzern bei Schäden durch Erdgas-Beben gesetzlich eindeutig geregelt?

Nein. Hausbesitzer müssen immer wieder um Entschädigungen kämpfen, wie diese Beispiele aus Niedersachsen und dem Saarland zeigen.


Warum ist die Entschädigung in Deutschland nicht so unbürokratisch geregelt wie in den Niederlanden?

In den Niederlanden gilt ein anderes Bergrecht. Im deutschen Bergrecht ist eine unbürokratische Entschädigung nicht vorgesehen.


Wird HammGas Vorkehrungen treffen, um Ewigkeitsschäden, die durch Erdbeben entstehen, zu entschädigen?

Nein. HammGas ist auf den schnellen Gewinn aus und wird die Risiken bei der Gasförderung dem Steuerzahler aufbürden – genau so, wie dies bereits im Ruhrgebiet mit der Kohleförderung geschehen ist.


Kann die Förderung von Erdgas Krebs verursachen?

Die neuesten Untersuchungen legen den Verdacht nahe. In Bothel (Landkreis Rotenburg) ist innerhalb von ca. zehn Jahren bei 40 Männern Blut- und Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden. Normal im Sinne der Statistik wären 20 derartige Erkrankungen gewesen. Umweltschützer hatten zuvor in der direkten Umgebung von zwei Bohrplätzen bei Söhlingen 40- bis 70-fach überhöhte Quecksilberwerte gemessen.

Die niedersächsische Landesregierung hat auf eine kleine Anfrage der Grünen im Landtag zu den erhöhten Quecksilberwerten Stellung genommen. Fazit: Die Ursache der Kontamination des Bodens konnte bis jetzt nicht gefunden werden. Nach Ansicht der Landesregierung wurde nach Stand der Technik gearbeitet. Dies hat aber die Vergiftung des Bodens nicht verhindern können.


Leisten neue fossile Energiequellen wie unkonventionelles Erdgas aus Kohleflözen einen Beitrag zur Energiewende?

Nein. Die Energiewende in Deutschland ist ein Projekt, dass die Abkehr von endlichen Energiequellen wie Atom, Erdgas, Kohle und Erdöl zum Ziel hat. Stattdessen soll die Versorgung in Deutschland auf erneuerbare Energien wie Wind, Sonne und Wasser umgestellt werden.

Die konkreten Ziele der Energiepolitik wurden 2013 nochmals im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD bekräftigt: „National wollen wir die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Stand 1990 reduzieren. Innerhalb der Europäischen Union setzen wir uns für eine Reduktion um mindestens 40 Prozent bis 2030 als Teil einer Zieltrias aus Treibhausgasreduktion, Ausbau der Erneuerbare Energien und Energieeffizienz ein. In Deutschland wollen wir die weiteren Reduktionsschritte im Lichte der europäischen Ziele und der Ergebnisse der Pariser Klimaschutzkonferenz 2015 bis zum Zielwert von 80 bis 95 Prozent im Jahr 2050 festschreiben und in einem breiten Dialogprozess mit Maßnahmen unterlegen (Klimaschutzplan).“

Bereits heute hat die Bundesregierung große Probleme, diese ehrgeizigen Ziele umzusetzen. Jeder Cent, der in weitere fossile Energieträger investiert wird, wirkt da wie ein Bremsklotz bei der Umsetzung der Energiewende.


Welchen Beitrag soll Erdgas bei der Energiewende leisten?

Der Verbrauch von Erdgas muss rasch und massiv reduziert werden. Gerade im Bereich der Wärmeerzeugung in privaten Haushalten wird dieser fossile Energieträger eingesetzt. Hier liegen auch Einsparpotentiale von bis zu 80 Prozent.
In den letzten Jahren ist es der Bundesregierung nicht gelungen, dieses Einsparpotential auch nur ansatzweise zu nutzen. Hier muss endlich ein energetischer Riese geweckt werden: „In Deutschland gibt es 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser. 75 Prozent davon sind vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 errichtet worden und daher in einem energetisch schlechten Zustand.“


Mit wievielen Bohrplätzen ist in den nächsten Jahren zu rechnen?

HammGas will nach eigenen Angaben rund 20 bis 25 Bohrungen durchführen. Damit soll dann die Versorgung von Hamm (ca. 180.000 Einwohner) mit Erdgas möglich sein. Zum Vergleich: Allein NRW hat 17,5 Millionen Einwohner. Sollten diese ebenfalls auf gleiche Weise mit unkonventionellem Erdgas versorgt werden, wären dazu rund 2400 Bohrungen erforderlich.


Soll in Ascheberg unkonventionelles Erdgas gefördert werden?

Ja. Die Lagerstätten werden in unkonventionelle und konventionelle Lagerstätten unterschieden. Bei dem Gas unter Ascheberg handelt es sich um Kohleflözgas – und das ist eine unkonventionelle Lagerstätte.


Warum ist die Unterscheidung zwischen konventionellem und unkonventionellem Gas so wichtig?

In Nordrhein-Westfalen existiert zur Zeit ein Moratorium, dass die Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten mittels Fracking untersagt. Sollte die Argumentation von HammGas zum Zuge kommen und das Voraben in Ascheberg als ‚konventionelle Gasförderung‘ gewertet, ist das Moratorium nicht anwendbar und die Bohrung könnte beginnen.


Wie werden Bohrungen und Förderung überwacht?

In der Regel durch die Unternehmen selber. Die zuständigen Bergbehörden sind nicht in der Lage, regelmäßig und unangekündigt Kontrollen durchzuführen. Die zuständige Behörde in Niedersachsen schreibt dazu:
„Das LBEG kontrolliert die Umsetzung der erteilten Genehmigungen. Daneben werden stichprobenartig Inspektionen und Befahrungen der Betriebe durchgeführt. In beiden Fällen werden betriebliche Unterlagen eingesehen, die Einhaltung von Rechtsvorschriften und der Zustand der Betriebsanlagen geprüft. Das LBEG veranlasst die Beseitigung von Mängeln und trifft die notwendigen Anordnungen.“

Dies hat zur Konsequenz, dass z.B. das Ziehen von Bodenproben oder eine Grundwasserüberwachung von den Bergbauunternehmen selber durchgeführt werden. Und wie ein Bericht des NDR zeigt, haben Behörden und Unternehmen schon Probleme, einen Bohrplatz mit einem verschließbaren Tor zu sichern.

Das Problem der Überwachung (‚Monitoring‘) ist bereits vor zwei Jahren von den Experten in dem Gutachten „Gutachten mit Risikostudie zur Exploration und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten in Nordrhein-Westfalen (NRW) und deren Auswirkungen auf den Naturhaushalt insbesondere die öffentliche Trinkwasserversorgung“ erkannt worden. Als konkrete Maßnahmen werden dort aufgelistet:
„Hierbei ist es wichtig, mit dem Konzept des Monitorings frühzeitig (weit im Vorfeld der geplanten Vorhaben) zu beginnen, um beispielsweise im Hinblick auf die aktuelle Grundwasserbeschaffenheit und Gasgehalte im oberflächennahen Grundwasser geeignete Nullmessungen zu haben. Das Monitoring ist dann im Laufe der Zeit fortlaufend zu konkretisieren. Aufbau und Organisation eines funktionierenden Monitorings sind komplexe Aufgaben. Mit den entsprechenden Arbeiten sollte frühzeitig begonnen werden.“

Ein Monitoring-Konzept hat HammGas bisher nicht vorgelegt. Nullmessungen an den Gewässern im Fördergebiet sind nicht bekannt. Eine Arbeitsgruppe ‚Monitoring‘ mit allen Beteiligten wurde bisher nicht eingesetzt.

Die erste Probebohrung soll in wenigen Monaten beginnen.


Ist das von HammGas verwendete Verfahren der Tektomechanik sicher und kommt es ohne Fracking aus?

Beides ist ungewiss. Die Tektomechonik ist bisher noch nie zum Einsatz gekommen bei der Erdgasförderung. Es wird also ein Experiment im Raum Ascheberg durchgeführt mit ungewissem Ausgang. Ob am Ende unfallfrei Gas gefördert werden kann oder ob doch nach gefrackt werden muss steht in den Sternen.


Wenn das Verfahren und die Risiken so groß sind – warum wird das Projekt überhaupt gestartet?

Das Unternehmen PVG GmbH – Resources Services & Management – ist mit 63,4% an HammGas beteiligt – und besitzt patentierte Verfahren wie eben die ‚Tektomechanik‘. Um dieses Verfahren weltweit gewinnbringend verkaufen zu können, muss ein erfolgreicher Test her. Und das am besten unter den strengen Umweltauflagen in Deutschland.

Das Gasförderprojekt von HammGas dient wesentlich dazu, den weltweiten Verkauf der ‚Tektomechanik‘ von PVG zu fördern. Die ‚Verkausshow‘ im Münsterland muß aber starten, bevor es zu grundlegenden Rechtsänderungen am Bergrecht kommt, wie z.B. der Beweisslastumkehr oder einer finanzielle Absicherung gegen Ewigkeitsschäden. Solche Gesetzesänderungen würden das gesamte Projekt aus finanzieller Sicht in Frage stellen.


Ist eine Bürgerbeteiligung oder eine Umweltverträglichkeitsprüfung für die Förderung in Ascheberg gesetzlich vorgeschrieben?

Nein. Das Bergrecht sieht weder eine Bürgerbeteiligung noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor.


Warum ist das Bergrecht nicht längst modernisiert worden, insbesondere angesichts der Probleme mit der unkonventionellen Gasförderung?

Jeder Ansatz einer Bergrechtsänderung auf Bundesebene durch Bündnis 90 / Die Grünen oder Die Linke ist von den Bundesregierungen aus CDU/CSU/FDP oder CDU/CSU/SPD in den letzten Jahren blockiert worden.


Falls Sie noch Fragen haben, zu denen Sie hier keine Antworten gefunden haben, dann wenden Sie sich bitte an diese Adresse:

kontakt@energiewende-jetzt.org

 

04Apr

Bürgeranfrage an unseren Bürgermeister: „Herr Dr. Risthaus, wir brauchen Ihre Stimme gegen das Gasbohren!“

Die Ascheberger Parteien haben sich zusammen mit den Bürgerinitiativen BIGG und BIST seit 2010 wiederholt vehement gegen das Gasbohren im Münsterland ausgesprochen.
Auch Sie, Herr Dr. Risthaus haben auf einer Informationsveranstaltung zum Thema Gasbohren in Ascheberg-Herbern eine entsprechend ablehnende Haltung gegenüber dem Gasbohren bekundet.

Wir wissen, wie gefährlich diese anstehende Förderung dieser marginalen fossilen Gasreserven für die Zukunft der Umwelt unserer Heimat sein wird. Daher fragen wir jetzt mit Blick auf die aktuellen Probebohrungen an, ob Sie ihre politische Gestaltungskraft als Bürgermeister dieses Ortes in Übereinstimmung mit fast allen Aschebergern auch weiterhin für die Zukunft des Münsterlandes einsetzen und sich gegen Gasbohren aussprechen können. Diese Ihre politische Kompetenz konnten Sie ja bereits in anderen kommunalpolitischen Themen sehr erfolgreich öffentlich einsetzen (so u.a. beim Moderieren des kommunalen Asylantenzuzugs).

Es ist allgemein bekannt, dass die Folgen von Gasbohrungen noch nicht endgülfig erforscht sind. Jedoch stehen langfristige, Jahrhunderte währende negative Umwelteinfüsse zu erwarten. In den Niederlanden führten Gasbohrungen zu schweren geologischen Verwerfungen, die zur Einstellung dieser Bohrungen führten (wir befinden uns geologische auf gleicher tektonischer Platte). Hinzu kommen Entsorgungsprobleme mit Blick auf den anfallenden Bohrschlamm, Desweiteren sind zu erwähnen eine Industrialisierung der bislang noch weitgehend intakten Münsterlänger Parklandschaft durch weitere Bohrtürme und die Abfuhr des Erdgases, oder drohende Trinkwasserverschmutzung in diesem Zusammenhang anstehende Probleme bedrohen ganz konkret die Zukunft unserer Gemeinde. Dass die finanziellen Mittel, die zur umweltschädlichen Förderung fossiler Energien wie dem Erdgas eingesetzt werden, zudem besser für den Ausbau erneuerbarer Energien (etwa Solar- oder Windkraft) Verwendung finden sollten, ist unmittelbar einsichtig. Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass eine Verwendung der Finanzmittel in diesen Bereichen ein Vielfaches an Arbeitsplätzen schafft und eine deutlich nachhaltigere Energieproduktion sicherstellt.
Herr Bürgermeister, wir – das sind etliche Mitbürger aus Herbern, Davensberg und Ascheberg – wir bitten Sie von daher, sich auch weiterhin engagiert für das Wohl des Münsterlandes einzusetzen und ihre politische Gestaltungskraft gegen das Gasbohren einzusetzen. Ganz in diesem Sinne danken wir Ihnen für Ihr Engagement zur Sicherung der lokalen und globalen Umwelt sowie der hiesigen Arbeitsplätze, was alles in allem entscheidend zum lokalen Wohlstand
beiträgt.

04Apr

BIGG-Drensteinfurt: ‚Wir kieken auf den Kraft-Turm‘

Liebe Freundinnen und Freunde,

wer gedacht hat, dass man im Münsterland nur die Augen vor dem Gasbohren verschließen muss, und alles wird gut – den dürften die aktuellen Meldungen vom Bohrschlamm-Entsorgungsproblem aus dem Schlaf wecken. Der Mülltourismus aus Niedersachsen nach NRW hat bis ins vergangene Jahr stattgefunden – auf die Deponie für Haus- und Gewerbemüll in Altenberge. Die zuständige Genehmigungsbehörde in Arnsberg weigert sich bisher, die Werte aus den Untersuchungen der Abfälle zur Verfügung zu stellen.

Noch vor wenigen Tagen haben im Rat der Stadt Hamm die Parteien SPD, CDU, Grüne und FDP für Gasbohren gestimmt – und damit für die Produktion von weiterem Bohrschlamm. Dieser giftige Müll, der zwangsläufig beim Gasbohren entsteht, muss natürlich auf Deponien entsorgt werden – z.B. in Altenberge. Damit trägt die Bohrschlamm-Koalition im Hammer Stadtrat auch die Verantwortung für eine Zunahme von Industrieabfällen aus dem Bohrlochbergbau.

Zeitgleich haben CDU, SPD und FDP in Hamm ein seit vier Jahren geplantes Windpark-Projekt abgelehnt – und damit wieder einmal die Energiewende und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern torpediert.

Um gegen die verheerende Energiepolitik – insbesondere der in Düsseldorf regierenden Bohrturm-SPD –  ein Zeichen zu setzen, planen Klimaschutz- und Umweltgruppen aus Nordrhein-Westfalen eine Menschenkette am Bohrplatz in Nordick bei Ascheberg. Unter dem Motto ‚Wir kieken auf den Kraft-Turm‘ wird am Samstag, den 14.05., ab 15 Uhr ein Spaziergang zum Bohrloch stattfinden. Es sollen so viele Menschen mobilisiert werden, dass eine Kette um das Bohr-Gelände geschlossen werden kann.

          

‚Wir kieken auf den Kraft-Turm‘ soll dabei die konkrete Verantwortung der Landes-SPD deutlich machen. Sowohl bei der Energiewende als auch beim Schutz des ländlichen Raums vor der Industrialisierung durch Gasbohren versagt die SPD in NRW. Die Entscheidung des Rates der Stadt Hamm hat deutlich gemacht, dass insbesondere die Sozialdemokraten keine Energiewende-Strategie besitzen und auf unbestimmte Zeit auf fossile Energien setzen. Damit sind die Aussagen zum Klimaschutz endgültig als ‚rote Lippenbekenntnisse‘ entlarvt, während die Produktion von Bohrschlamm ungestört voran schreiten kann.

 

Weitere Informationen unter zur Aktion ‚Wir kieken auf den Kraft-Turm‘, Samstag, den 14.05., ab 15 Uhr:
            

       

Eine Anfahrskizze befindet sich im Anhang.

Weiteres Bild im Anhang: Landschaftspaten bei der zweiten Bohrplatzbesetzung, Sommer 2015

Jürgen Blümer
Landschaftspaten

04Apr

Die Burgstraße in Davensberg: Geschwindigkeit des Durchgangsverkehrs auf 30 reduzieren

Das Bundesministerium Dobrindt hat den einzelnen Gemeinden ermöglicht durch eine Eigeninitiative, die Höchstgeschwindigkeiten auf Haupt- und Durchgangsstrassen innerhalb von Ortschaften auf 30 km/h zu begrenzen.

hierzu auch seit 17. Feb. 2016 im Netz:
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/02/2016-02-17-tempo-30-zonen.html

Eine besondere Gefahrenlage auf einer jeweiligen Straße muss nicht mehr nachgewiesen werden. Hinreichend ist, eine besondere Anliegerschaft dieser Straßen bei Straßen-NRW anzuzeigen (Schulen, Kindergarten, Altenheim, etc.pp.), um dadurch dann das Anliegen der reduzierten Höchstgeschwindigkeit zu realisieren.
In unserer Anfrage geht es uns um die Burgstrasse, Davensberg. Direkte und nahe liegende Anlieger dieser Straße sind

  • die kath. Lambertus Grundschule,
  • die Förderschule Burg-Schule,
  • die Kath. Kirchengemeinde St. Anna,
  • Haltestellen für Schülerbusse sowie
  • das Clemens-August-Hotel, das von gehobener Anzahl älterer Mitbürger frequentiert wird, sowie weitere Gaststätten.

Daher fordern wir in Übereinstimmung mit vielen Mitbürgern, die Geschwindigkeit auf der Burgstrasse vom Ortseingang bis zum Ortsausgang auf 30 km/h zu begrenzen.

Sowohl Schüler als auch die häufig älteren Hotelgäste nutzen zu verschiedenen Zeiten die Burgstrasse. Jede Strassenquerung bedeutet potentielle eine Gefahrensituation. Dies begründet die Notwendigkeit, die Höchstgeschwindigkeit Fußgänger-angepasst auf 30 km/h zu reduzieren, um Gefahr für Leib und Leben abzuwenden.

Wir bitten, bei Straßen.NRW das notwendige Procedere in die Wege zu leiten, und in der BPUA-Sitzung vom 5. April 2016 uns über ihr geplantes Vorgehen zu informieren.

17Okt

Textkürzung

Da sich sowohl Pfarrer JW Franken als auch Fr. S Nientidt über den Beitrag
„Neuer Player in der Flüchtlingshilfe in Ascheberg“
sehr echauffierten, haben wir die für sie offensichtlich unangenehmen Passagen gekürzt.

Ziel dieser Anregungen ist es, die Zusammenarbeit aller Teilnehmer qualitativ zu optimieren.

18Sep

Neuer Player in der Flüchtlingshilfe in Ascheberg

Auch die Kirchengemeinde St. Lambertus Ascheberg wird jetzt den in Ascheberg ankommenden Flüchtlingen bei ihrer Integration in das Leben in unserem Land helfen.
Doch stellt sich dabei auch die Frage, ob die von der Kirchengemeinde St. Lambertus Ascheberg ins Leben gerufene Flüchtlingshilfe eine zweite Schiene zur bestehenden Flüchtlingsarbeit in Ascheberg aufbaut, und so der bislang bestehenden sinnvollen Integrationsarbeit schadet, oder ob es gelingt, sie als neue Helfersgruppe in die bestehende Struktur sinnvoll zu integrieren?
Ganz zentral besteht diese neue Flüchtlingshilfe aus einer sich so nennenden Steuerungsgruppe mit der Leiterin  Maria Schumacher, ihrer Stellvertreterin Silke Nientidt sowie Sabine Lenz, Christel Nordhoff, Marlies Rellmann, Ursula Voß und den beiden Leiterinnen der Gemeindebüros Herbern und Ascheberg Beate Löcke und Gudrun Welzel. Diese Steuerungsgruppe hat drei Untergruppen organisiert und koordiniert: Kontakt, Sprache und Internet.
Die Gruppe gründete sich am 17. April und traf sich zum zweiten Male im August 2015. Danach veranstaltete sie unter Hilfe von Frau Reckers ein erstes Kennenlernencafe der Flüchtlinge im Pfarrheim Ascheberg, und traf sich dann am 17. September ein drittes Treffen.

In Ascheberg gibt es bereits eine sehr gut funktionierende Flüchtlingshilfe, die seit 2012 von Frau Roswitha Reckers aus Herbern organisiert wird.
Frau Reckers erwarb in ihrem Berufsleben einen reichhaltigen und vielseitigen Erfahrungshorizont und wurde von der IHK zur Ausbilderin mit einer AdA-Fachqualifikation geschult.
Diese Fähigkeiten setzt nun vollstens zur Integration neuer Mitbürger ein und kombiniert so professionell den Einsatz der ehrenamtlichen HelferInnen der Ascheberger Flüchtlingshilfe:
Frau Reckers gibt Sprachkurse, und hat weitere ehrenamtliche Sprachlehrer organisiert, sie managt die zentrale Kleiderkammer, hilft den Flüchtlingen mit der Verwaltung, betreut die Integration dieser Flüchtlinge, wie beim wöchentlichen Fußballspiel mit anderen Aschebergern in Herbern am Sportplatz, und, und, und … .
Die Flüchtlinge in Ascheberg brauchen viel private Initiative und Hilfe!

Frau Reckers zu verdanken ist, dass der Start bislang so gut gelungen ist, und sie wird mit ihrer Kenntnis dazu beitragen die Kooperation der verschiedenen Helfer erfolgreich zu gestalten. Die neue Gruppe kann sich sinnvoll in bestehende Strukturen integrieren. Ihre Mithilfe an der bestehenden Flüchtlingshilfe ist willkommen. Sie wird dazu auch die christliche Tugend der Demut besitzen, und von den professionellen Kenntnissen Frau Reckers lernen wollen. Dazu kann sie sich an die evangelischen Kirchengemeinde Ascheberg angliedern, und so ihrer Hilfe einen ökumenischen Anspruch geben.
Sie und Pfarrer Roth stellen bislang bereits Räumlichkeiten und tatkräftige Unterstützungen, welche die Flüchtlingsarbeit optimieren helfen.
Wir empfehlen der Flüchtlingshilfe St. Lambertus Ascheberg, sich in die Zukunft dieses ökumenischen Alltages zu besinnen, sich so in die durch Frau Reckers organisierte Ascheberger Flüchtlingshilfe einzugliedern, und aufeinander abgestimmt an der Integration politischer Flüchtlinge in Ascheberg mitzuarbeiten.

11Aug

Willkommenskultur leben

Ein paar Worte anlässlich der Sandkasteneröffnung auf der Münsterstraße, Herbern

Willkommenskultur.

Man könnte genauso gut sagen:
Respekt.
Mitmenschlichkeit.
Achtung vor der Würde des Menschen.
Nächstenliebe.

Eigentlich sind alle Begriffe passend.

Je nach eigenem Standpunkt sagt dem einen dieser, der anderen jener mehr zu.
Gemeinsam ist allen, dass sie mit Inhalt gefüllt werden müssen, um keine leere Worthülse zu bleiben.
Willkommenskultur.
Ein Schild mit bunten Buchstaben
– „Willkommen, welcome, hoşgeldiniz, ahlan wa sahlan, mirë se erdhët, bienvenue“ –
das reicht dafür nicht aus.
Es ist natürlich auch mit einem Sandkasten nicht getan. Eigentlich ist es nie getan.
Denn „getan“ impliziert ja, dass etwas erledigt ist, abgehakt werden kann.
Aber Willkommenskultur kann nicht mal eben erledigt werden.
Mit einer Begrüßung und einem Dach über dem Kopf ist es eben nicht getan.

Gelebte Willkommenskultur erfordert Arbeit von jeder und jedem von uns.
Gelebte Willkommenskultur bedeutet, sich für andere Menschen einzusetzen, die in diesem Moment weniger Glück haben als wir selbst und die akut unsere Unterstützung benötigen.
Gelebte Willkommenskultur heißt, mir selbst an die eigene Nase zu fassen und zu fragen: Was kann ich tun? Auch wenn das möglicherweise bedeutet, dass es auch für mich erst mal unbequem wird, weil ich aus meinem gewohnten Trott herausgerissen werde.
(Der Mensch, das Gewohnheitstier…)
Aber wenn mich diese Situation schon so in Unruhe versetzt, dann kann ich mir, glaube ich, nur ansatzweise vorstellen, wie es denjenigen ergehen muss, deren ganzes Leben durch das Verlassen der Heimat, den Abschied von Familie, Freundinnen und Freunden auf den Kopf gestellt wurde. Und dagegen ist doch das bisschen Durcheinander, das dies vielleicht auch in meine kleine heile Welt bringt, durchaus zu verkraften. Ganz abgesehen von den positiven Erfahrungen, die ich sicherlich dazugewinne.

Und deshalb sollten wir vielleicht alle überlegen, was gelebte Willkommenskultur jeweils für uns bedeutet.
Wie würde ich mir wünschen, dass ich aufgenommen würde, wäre ich in einer ähnlichen Situation?
Oder wäre es meine Freundin, mein Vater, meine Schwester… Und wenn ich es schaffe, auch nur einen Bruchteil davon selbst umzusetzen, ist das für mich ein Stückchen gelebte Willkommenskultur.
Oder auch ein Akt der Nächstenliebe, eine Frage der Mitmenschlichkeit, eine Sache des Respekts und die Achtung vor der Würde des Menschen.

Mit dem Sandkasten ist es nicht getan; aber er ist ein Zeichen dafür, dass wir diese Willkommenskultur auf- und weiterbauen können und müssen.
Und er ist ein winzig kleines Mosaikteil in einem hoffentlich immer weiter wachsenden Puzzle des menschlichen Miteinanders.

 

JC
im August 2015

09Jul

Richtigstellung zum Artikel „Beckmann sieht Gefahr von Erdbeben“ (WN, 03-07-2015)

In besagtem Artikel wiegelte der Sprecher der HammGas GmbH, Herr Matthias Reulecke, den von Beckmann aus der US-Amerikanischen Studie abgeleiteten Zusammenhang zwischen Gasbohrungen mit Wassereinleitung und zunehmender Erdbebengefahr als unbegründet ab. Herr Reulecke führte seinerseits eine Studie an, auf die sich Beckmann seiner Ansicht nach bezogen habe, mit der sich konventionelle Bohrungen wie in Herbern nicht vergleichen ließen, und die von für die vorgesehene Probebohrung nicht relevanten Vorraussetzungen ausginge.

Allerdings handelt es sich aber nicht, wie er irrtümlich anführt, um die von Herrn Beckmann für seine Aussagen zugrunde gelegte Studie des Science-Journals. Beckmann zitierte vielmehr eine Metastudie, deren Aussage auf den Auswirkungen von Erdgasbohrungen für einen Zeitraum von 40 Jahren aufbaut, und die in insgesamt 18.757 Fällen Erdbeben mit regionalen Bohrungen assoziieren konnte. Bei jeder zehnten Bohrung traten im Untersuchungszeitraum Erdbeben auf.
zitierter Artikel:
M. Weingarten, S. Ge, J. W. Godt, B. A. Bekins, J. L. Rubinstein. 2015. High-rate injection is associated with the increase in U.S. mid-continent seismicity. Science 348 (6241): 1336-1340
[URL: https://scits.stanford.edu/sites/default/files/weingarten_science.pdf, 20th June 2015]

Es können auch weiterhin noch Erdbeben auftreten, da geologische Verwerfungen unter Umständen erst längerfristig aktiv werden. Genau dies zeigt ja auch die ARD Europamagazin-Reportage „Erst strömte das Gas, jetzt bebt die Erde“ vom 01.03.2015, die über die Auswirkungen der Gasbohrungen im Niederländischen Groningen berichtete. Und die Geologie im Niederländischen Groningen ist der hiesigen wohl nicht so unähnlich.

Leider wissen wir nicht, welche Studie Herr Reulecke für seine Aussagen zitierte. Die unsrige, die eine Verbindung von Gasbohrungen und Erdbebengefährdungen aufzeigte, war es auf jeden Fall nicht. Dabei hatten wir die Quelle doch korrekt angegeben.

Hat sich Herr Reulecke hier etwa geirrt?

Wir hoffen inständig, dass Professionalität und Seriötität der Verantwortlichen von HammGas besser aufgestellt sind, als der hier präsentierte Umgang mit der Information der Öffentlichkeit vermuten lassen mag. Alles andere würde die Glaubwürdigkeit von HammGas in Frage stellen und die öffentliche Sicherheit gefährden.

Wir, B’90-Grüne OV Ascheberg schlagen Ihnen daher vor:
Lassen Sie die Finger von den Gasbohrungen! Die Angelegenheit ist viel zu Ernst, um sich bereits im Umgang mit der Öffentlichkeit eine fehlende Professionalität erlauben zu können.

04Jul

Beckmann sieht Gefahr von Erdbeben

Am 3. Juli veröffentlichten WN und Westline den Artikel „Beckmann sieht Gefahr von Erdbeben“ mit einer ausführlichen Rechtfertigung des Gasbohrens durch den HammGas-Sprecher Reulecke, der alles darauf anlegt, Hubertus Beckmann zu diskreditieren.
So nutzten WN/Westline die Chance, HammGas die wissenschaftliche Hoheit in diesem Thema zuzusprechen.

Der von Beckmann herangezogene Science-Artikel High- rate injection is associated with the  increase in US mid-continent seismicity
liegt im Netz unter:
https://scits.stanford.edu/sites/default/files/weingarten_science.pdf
Wo kommt in ihm das von Reulecke angeführte Einbringen von 66.000 Liter/Stunde ( = 18,3 Liter/Sekunde) von Flüssigkeit in ein Bohrloch vor?
Nirgends!

Bei dem Artikel handelt es sich vielmehr um eine Meta-Studie, die sich auf fast 200.000 Bohrungen bezieht.
Sie führt an, dass es bei ungefähr 10% aller Bohrungen, nämlich genau bei 18.757 Bohrungen nach dem Einbringen von Injektionsflüssigkeit, zu Erdbeben im Umland kam.
Die Geologie im Untersuchungsgebiet der Studie (USA) nicht auf die Gegebenheiten in der Region Hamm übertragbar“ sagt Herr Reulecke.
Aber es handelt sich um fast 200.000 Untersuchungsstandorte mit fast 200.000 geologischen Strukturen.
Anscheinend las Herr Reulecke einen ganz anderen Artikel, und Westline/WN nahmen seine Fehlinformationen kritiklos auf.

Sollten sich im Untergrund von Nordick Salzlager befinden – und den Untergrund kennt nach Angaben des Geologischen Dienstes NRW niemand – könnte sich die geologische Statik selbst bei den für die Bohrkühlung eingebrachten geringen Wassermengen auflösen, wie das Salz in der Suppe.
Aber, sehr geehrter Herr Reulecke, um unsere Bedenken zu beruhigen:
Versichern Sie Ihre Bohrungen gegen umwelttechnische Schäden. Sie werden problemlos eine Versicherung finden, die sich an ihrem so Erdbebensicherem Vorgehen beteiligen wird.

Nur mit der Klimapolitik von Frau Merkel, die eine Nutzung der fossilen Energien beschleunigt zurückfahren will, wird HammGas seine Schwierigkeiten haben.
Das Argument Klimawandel spielt in den ökonomischen Analysen von HammGas wohl keine Rolle.
Herr Reulecke, wenn in der Südsee Klimawandel bedingt Inseln versinken, und dabei Menschen ums Leben kommen ist das allerdings KEIN KOLLATERALSCHADEN!
Wir bitten HammGas, sich dieser Verantwortung bewusst zu werden.

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