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Allgemein & Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Ascheberg » BIGG-Drensteinfurt: ‚Wir kieken auf den Kraft-Turm‘
04Apr

BIGG-Drensteinfurt: ‚Wir kieken auf den Kraft-Turm‘

Liebe Freundinnen und Freunde,

wer gedacht hat, dass man im Münsterland nur die Augen vor dem Gasbohren verschließen muss, und alles wird gut – den dürften die aktuellen Meldungen vom Bohrschlamm-Entsorgungsproblem aus dem Schlaf wecken. Der Mülltourismus aus Niedersachsen nach NRW hat bis ins vergangene Jahr stattgefunden – auf die Deponie für Haus- und Gewerbemüll in Altenberge. Die zuständige Genehmigungsbehörde in Arnsberg weigert sich bisher, die Werte aus den Untersuchungen der Abfälle zur Verfügung zu stellen.

Noch vor wenigen Tagen haben im Rat der Stadt Hamm die Parteien SPD, CDU, Grüne und FDP für Gasbohren gestimmt – und damit für die Produktion von weiterem Bohrschlamm. Dieser giftige Müll, der zwangsläufig beim Gasbohren entsteht, muss natürlich auf Deponien entsorgt werden – z.B. in Altenberge. Damit trägt die Bohrschlamm-Koalition im Hammer Stadtrat auch die Verantwortung für eine Zunahme von Industrieabfällen aus dem Bohrlochbergbau.

Zeitgleich haben CDU, SPD und FDP in Hamm ein seit vier Jahren geplantes Windpark-Projekt abgelehnt – und damit wieder einmal die Energiewende und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern torpediert.

Um gegen die verheerende Energiepolitik – insbesondere der in Düsseldorf regierenden Bohrturm-SPD –  ein Zeichen zu setzen, planen Klimaschutz- und Umweltgruppen aus Nordrhein-Westfalen eine Menschenkette am Bohrplatz in Nordick bei Ascheberg. Unter dem Motto ‚Wir kieken auf den Kraft-Turm‘ wird am Samstag, den 14.05., ab 15 Uhr ein Spaziergang zum Bohrloch stattfinden. Es sollen so viele Menschen mobilisiert werden, dass eine Kette um das Bohr-Gelände geschlossen werden kann.

          

‚Wir kieken auf den Kraft-Turm‘ soll dabei die konkrete Verantwortung der Landes-SPD deutlich machen. Sowohl bei der Energiewende als auch beim Schutz des ländlichen Raums vor der Industrialisierung durch Gasbohren versagt die SPD in NRW. Die Entscheidung des Rates der Stadt Hamm hat deutlich gemacht, dass insbesondere die Sozialdemokraten keine Energiewende-Strategie besitzen und auf unbestimmte Zeit auf fossile Energien setzen. Damit sind die Aussagen zum Klimaschutz endgültig als ‚rote Lippenbekenntnisse‘ entlarvt, während die Produktion von Bohrschlamm ungestört voran schreiten kann.

 

Weitere Informationen unter zur Aktion ‚Wir kieken auf den Kraft-Turm‘, Samstag, den 14.05., ab 15 Uhr:
            

       

Eine Anfahrskizze befindet sich im Anhang.

Weiteres Bild im Anhang: Landschaftspaten bei der zweiten Bohrplatzbesetzung, Sommer 2015

Jürgen Blümer
Landschaftspaten

Verfasst am 04.04.2016 um 6:19 Uhr von .
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