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21Feb

Klimawandel und Wege aus der landwirtschaftlichen Krise auch als Inhalte kommunaler Politik unungänglich — nachhaltige Fehler im Haushalt Aschebergs

Dieser Artikel beschränkt die Haushaltsrede von B’90-Grüne OV Ascheberg allein auf ihre Verpackung:
der sich auf 2015 beziehende Anfang und das Ende mit der Bewertung der eigenen Ideen. Leider spielt der Inhalt im Gegensatz zu den anderen Parteien keine Rolle, so dass wir das mit diesem Leserbrief nachholen müssen.

Die Vorschläge von B’90-Grüne gehen auf konkrete lokale Ansätze zur Reaktion unserer Gemeinde auf den Klimawandel ein. Diese Ansätze fördern die lokale Wirtschaft und optimieren die lokalen Ressourcen:
die Finanzierung der Energiewende durch neue Windkraftwerke durch einen Energiegenossenschaft nimmt alle Bürger mit, da sie es ihnen ermöglicht, selber ihr Geld dafür einzusetzen und bei einer sicheren Rendite an den Erträgen der Windenergieanlagen teil zu haben. In Bergkamen wird dieses Modell bereits erfolgreich realisiert. Weiterhin regten sie an, Radwegenetz und Busverbindungen in der Gemeindepolitik aufzuwerten. Gerade das Fahrrad, ein energietechnisches Wunderwerk verdient stärkere Förderung. Ein Förderprogramm für alternative Energienutzung und Energieeffizienz kurbelt die lokale Wirtschaft an, und wäre damit eine echte Win-Win Investition für alle Teilnehmer. Zur lokalen Förderung der Landwirtschaft wurden die Unterstützung von Cool-Farming und Agroforst-Konzepten angeregt, die sowohl landwirtschaftliche Ökonomie als auch landwirtschaftliche Ökologie fördern. Zu guter Letzt wurde die Anfrage einer Partnerschaft mit der österreichischen Gemeinde Kaindorf angeregt, die diese Wege bereits vorbildlich beschreitet. Eine derartige Partnerschaft würde die Gemeinde Ascheberg auch touristisch enorm aufwerten.

Diese neuen Ansätze von B’90-Grüne OV Ascheberg sind unter http://www.gruene-ascheberg.org nachzulesen. Sie bilden einen Ideenvorrat, um Ascheberg über die Integration der Flüchtlinge hinaus weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu aufzuzeigen, welche die lokale Wirtschaft und den Gemeindehaushalt neu aufstellen und langfristig sichern. Sie tragen damit zur weiteren Steigerung der Attraktivität unserer Gemeinde bei.

Hubertus Beckmann
(Bündnis 90/Die Grünen OV Ascheberg, Sprecher)

15Feb

B’90-Grüne Haushaltsrede 2016

2015 ist vergangen, 2016 steht noch in der Tür.
2015 wurde der Ascheberger Gemeindehaushalt heiß und leidenschaftlich diskutiert, um schließlich nach einigem Hin und Her Grund- und Gewerbesteuern zu erhöhen. Die Flüchtlingswelle und ihre Integration in unsere Gemeinde rückten danach diese Diskussionswelle in ein rechtes Licht. Damals wurden wesentliche Schritte nicht getan, genauso wenig wie dies aktuell der Fall zu sein scheint.

Aktuell wesentliche Schritte?:

Natürlich zuallererst ist die Integration neuankommender Mitbürger ganz wesentlich für unsere Lokalpolitik. B’90-Grüne wurden aktiv, indem wir Spielzeug, Trampolin und große Sandkästen für Kreativität und Motorik der Kleinkinder spendeten: für unseren kleinen Parteihaushalt ein großes finanzielles Paket, das als Wohlfühlfaktor zur Integration der Kinder von zentraler Bedeutung sein wird. Hoffentlich waren wir darin Vorbild für die anderen hiesigen Parteien und für die Gemeinde.

Integration?

die Gemeinde will aktiv werden, um neue Mitbürger zu gewinnen. Für den Zeitraum seit 1987 sind wir bedingt durch die Verkehrslage einzige Gemeinde im Kreis Coesfeld, deren Bevölkerung noch wuchs. Aber Bevölkerungsrückgang steht auch für Ascheberg zu erwarten (dazu die Zahlen des statistischen Bundesamtes):

  • Die Landflucht in die größeren, attraktivere, medizinisch besser versorgte Städte nimmt zu.
  • Die Bevölkerung der BRD nimmt drastisch ab: mehr als 2% in den letzten 10 Jahren.
  • Zur Zeit beginnt zudem eine Migrationswelle in die neuen Bundesländer.
  • UND!:
    die geburtenstarken Jahrgänge verlassen das Eltern- und Arbeitsalter und werden Rentner.

Ein Rückgang der Bevölkerung fällt mit dem Veraltern der Gesellschaft zusammen. Den Ausgleich werden wohl AfD und CSU, mit der hier offensichtlich kleineren Schwesterpartei CDU verhindern.

Und was machen wir hier?

Diesem Unvermeidlichen versucht Ascheberg im Sinn des Versorgungs- und Separierungsarchitekten Walter Gropius durch Einkaufszentren und neue Wohngebiete zu entgehen. Ob das weitere Bewohner anzieht, ist sehr zu bezweifeln. Vielleicht sollte es mal mit architektonisch ganzheitlichen Konzepten versuchen, wie die von Henning Larsen:
attraktive Dörfer für eine alternde Gesellschaft.
Aber hier Ascheberg dienen die Baugebiete ja auch zur Finanzierung eines ansonsten defizitären Gemeindehaushaltes. Dorfentwicklungskonzepte sind zweitrangig.
Diese Fehler der letzten Jahre werden also auch 2016 nicht korrigiert.

Eine Flüchtlingswelle wird weiterhin auf den Exportweltmeister, also auch auf Ascheberg zurollen.
Exportweltmeister ist nach volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten das Land, das seinen Wohlstand weltweit am schnellsten mehrt. Also auch das Land, das diese Flüchtlingswelle am besten verträgt, Herr Seehofer.
Zweifelsohne:
es gilt diese Flüchtlingswelle zu bremsen, um auch die Anpassungskapazität einer so wohlhabenden und liberalen Gesellschaft, wie das unsere Heimat ist, nicht zu sprengen.

Und was kann Ascheberg da tun? Was bedeutet das für unseren Haushalt? fragen Sie sich:

Flüchtlingswelle und Arabischer Frühling haben ihre Ursachen zu großen Teilen im Klimawandel:
Trockenheit, drastischer Erhöhung der Lebensmittelpreise und Landflucht.
All das!
Afrikanische Klimawandelflüchtlinge kommen schon bald hinzu: daher wir müssen im Klimawandel handeln. Und unser Klimaschutzkonzept hilft da gar nichts.

B’90-Grüne Ascheberg schlagen daher vor, was dem Gemeindehaushalt große Gewinne bringen und Herbern, Davensberg und Ascheberg äußerst attraktiv machen wird:

  • alternative Energien, i.e. Solarenergieberatung, Energiegenossenschaften, ein wesentliches Mehr an Windkraftanlagen und keine Biogasanlagen, die wichtige Biomasse vernichten und einen nicht zu kontrollierenden Inkubator für potentiell höchstgefährliche Krankheitskeime darstellen
  • ein regionales Förderprogramm für alternative Energienutzung und Energieeffizienz.
    Als Schlüssel ist davon auszugehen, dass 1€ Förderung 7€ Umsatz generiert, und auf diese Weise eine CO2 einsparende lokale Wirtschaftsförderung bildet.
    In anderen Gemeinden funktionieren diese Förderprogramme bereits äußerst erfolgreich.
    ein blühendes Dorf mit Blumen statt mit Gras-haltigem „grünen Beton“ sowie mehr Blühflächen im Außenbereich.
    Wir wissen Gräser fördern die Neurodermitis, Blumen fördern Insektenvielfalt und Ökosystemstabilität, was wiederum CO2 bindet.
  • ein klimaneutraleres Verkehrskonzept mit einem Mehr an Busverbindungen und Radwegen.
    Wir müssen uns hier über neue Konzepte von Bürgereinbindung und Finanzierung unterhalten.
    Gerade das Fahrrad ist ein energietechnisches Wunderwerk, und im Klimaschutzkonzept Aschebergs wird dieses Wunder nahezu ignoriert, oder rein auf innerörtliche Wege beschränkt
  • und ein Weg heraus aus Tier quälender und Energie verschwendender Landwirtschaft (Lesen sie hierzu Laudato Si von Papst Franziskus).
    Cool-Farming und Agroforst machen Ackerland fruchtbarer und binden enorme Mengen CO2 in den Boden. Der Weltklimarat hat in Paris explizit diese Option hingewiesen.
    Lassen Sie uns die Landwirte finanziell anregen, diesen Weg auf Versuchsflächen zu starten, um einen Ausweg aus der Wachse-oder-Weiche-Sackgasse zu finden, und um unsere Gemeinde ganz nach vorne zu bringen.

Diese Maßnahmen machen Ascheberg attraktiv, regenerieren neue Finanzquellen zum Gemeindehaushalt und halten beispielhaft den Klimawandel auf.
Gerade so könnten wir durch unsere Innovativität auch weltweite Bekanntheit erlangen. Schauen Sie sich die Ökoregion Kaindorf an. Nehmen wir mit dieser Gemeinde Kontakt auf! Beginnen wir mit Kaindorf eine internationale Energiepartnerschaft mit einer neuen Partnergemeinde.

Und um das mal sportlich, und vielleicht damit etwas entspannter darzustellen:
Wir befinden uns gerade jetzt im Halbfinalspiel der Menschheit gegen den Klimawandel.
Scheiden wir aus, oder kommen wir ins Endspiel?
Ascheberg, wir also, kann hier zum Andreas Wolff oder zum Manuel Neuer werden – simply the best!
Und wir, die kleinste Partei des Gemeinderates bringen mit unserem Wissen und unseren Ideen den Samen zur Entwicklung neuer Wege, um die Haushaltssituation für das Jetzt und für die Zukunft zu sichern!
Zeigen wir so, ob wir Ein liebendes Herz für Ascheberg  haben!

Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren,
Danke für Ihre Aufmerksamkeit

… und abschließend noch 5 Zeilen des kanadischen Politikers Jack Layton …
aus seinem letzten Brief, geschrieben kurz vor seinem Tod:

My friends,
love is better than anger.

Hope is better than fear.
Optimism is better than despair.
So let us be loving, hopeful and optimistic.
And we’ll change the world.

Man Too für unseren neuen Haushalt 2016!
Nur Mut zu neuen Wegen!

 

08Feb

HammGas-Probebohrungen in Herbern Nordick

In Herbern Nordick wird das Unternehmen HammGas mit Probebobrungen noch in diesem Frühjahr fossile Fakten schaffen.
Bündnis 90 – Die Grünen, Ortsverband Ascheberg lehnen dies als einen Eingriff in die Energiewende energisch ab.

Bei dem HammGas-Ansinnen bei uns fossile Energieträger zu fördern, handelt es sich nach Überzeugung von B’90-Grüne-OV Ascheberg,
um einen Anschlag auf unsere Schöpfung, auf den Menschen-bewohnten Planeten Erde.

Der Weltklimarat, und mit ihm unsere Ministerin Barbare Hendricks haben sich ganz strikt hinter das 1,5°C-Ziel gestellt.
Allgemein ist bekannt, dass ein zwei-Grad-Ziel das Auftauen der Permafrostböden mit all seinen Sekundärfolgen riskiert.
Folgen werden heute bereits an den Permafrostböden Alaskas sichtbar. Ausströmende Methangase forzieren die Treibhausgase.

Das Center for International Climate and Environmental Research-Oslo (CICERO) stellt klar, dass für ein 1,5-Grad-Ziel bereits zwischen 2025 und 2030 weltweit aus allen fossilen Energien auszusteigen ist.
HammGas ist gegen das 1,5-Grad-Ziel.
HammGas trägt dazu bei, die Zukunft des Planeten Erde zu bedrohen.

Das geht jetzt zwar weit über unsere regionalpolitische Kompetenz hinaus.
Aber diese Aussage sei uns wegen der prekären Klimasituation erlaubt. Klimawandel und seine sozialpolitischen Folgen finden bereits jetzt in Ascheberg, in ganz Deutschland statt:
Langjährige Trockenheit in Syrien bedingte dort eine Landflucht. Die Assad-Diktatur war nicht fähig die Folgen politisch abzupuffern und setzte auf Gewalt.
Zusammen mit dem arabischen Frühling war das der Nährboden für einem Bürgerkrieg.
Die Folgen sind bekannt:
mehr als eine Millionen Menschen kommen 2015 zu uns nach Deutschland, und vervielfältigen unsere Gesellschaft.
Afrikanische Flüchtlinge werden bedingt durch den Klimawandel wohl schon bald folgen. Die neuen Programme der Entwicklungsarbeit, durch Minister Müller initiiert, werden vom Klimawandel hinweggespült oder ausgetrocknet werden. Der Film, in dem Hunderttausende afrikanischer Flüchtlinge Spanien stürmen, gewinnt gerade Realität.
Sie werden bereichern uns!
(„Der Marsch“, 1990, britischer Fernsehfilm, Reg. William Nicholson:
aufgrund des Klimawandels sind große Teile Afrikas unbewohnbar geworden, etc.pp.)

Wenn wir heute neue fossile Brennstoffe suchen, wird die Energiewende scheitern!

Regionalpolitisch wesentlich relevanter ist folgendes Fakt:

In den Niederlanden wird bereits seit langem auf derselben tektonischen Platte wie in Herbern-Drensteinfurt nach Gas gebohrt. Dies war für die Niederländer lange eine sprudelnde Geldquelle, die sich nun aber als Ursache für Erdbeben verifizieren liess. Die werden Bohrungen werden daber eingestellt.

Das mit einer Gasbohrung verbundene Kühlen des Bohrers durch Wasser, sowie die Entnahme von Material führen zum Auflösen von Erdkristallen und der damit verbundenen Modifikation der geologischen Statik.
Diese Veränderungen von geologischen Strukturen bilden nun wiederum die Ursachen von Erdbeben.
Erdbeben von einer Stärke bis zu 5,8 stehen zu erwarten, bzw. fanden bereits statt.

HammGas und seine Gasbohrungen MÜSSEN UNTERSAGT werden!

Sie gefährden unsere Zukunft!

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