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02Feb

zum Haushaltsvorschlag 2015

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren von Gemeinderat und Verwaltung,
verehrte Anwesende,
Erstmalig in der Ascheberger Geschichte wird B’90-Grüne zum Ascheberger Haushalt Stellung nehmen: ein historischer Tag!
Lesen Sie diese Rede unter www.gruene-ascheberg.org im Netz nach.
Wir bedanken uns für diese Gelegenheit.

Wir danken Ihnen, Herr Bürgermeister, für Ihre Auseinandersetzung mit dem kommunalen Haushalt, dem Königsrecht unseres Rates. Herr Bürgermeister, Ihre Aufgabe ausgeglichener Haushalts in Ascheberg ist nicht leicht. Sie hat Ihren ureigenen Stil.
Sie wissen: unser Stil ist das nicht so ganz, denn Sie sozialisieren Schulden, und privatisieren Gewinne:
Grundsteuern steigen 20% oberhalb des fiktiven Hebesatzes, Gewerbesteuern 3,5% über diesem Wert. Irgendetwas liegt da schief, meinen wir.
Und wie kann CDU Ascheberg mit dem Werbeslogan ihrer Partei CDU wird Steuern nicht erhöhen! ruhigen Gewissens dem Vorschlag Ihres Parteimitglieds zustimmen?

By the way:
Herr Dr. Risthaus, wir bitten Sie, einen Arbeitskreis der umliegenden Gemeinden zur nachhaltigen Entwicklung im Münsterland anzuregen.
Gehen wir, doch bitte vom sozialdarwinistischen Gegeneinander, dem freien Wettbewerb um Arbeitgeber und Einwohner zum christlich sozialen Miteinander über!
Unstrukturierte Entwicklung und Wettbewerbsmodelle sind von gestern!

Zum Haushalt:
Gewiss könnten wir über Ausgaben lamentieren, gewiss fehlen wesentliche Ausgaben,wie z.B. im Rahmen des Wasserrichtlinienprogrammes oder der Überschwemmungsschutz für Davensberg.
Nun: ein ander Mal!

Nun: welche nachhaltigen Alternativen schlagen wir auf der Einnahmeseite vor.
Unser Motto hier heißt:
Mehr wahres Herz für Ascheberger. Einige Beispiele:

  • im Davensberger Burgturm auch Freitag Nachm. oder Samstag Vorm. Hochzeiten zu ermöglichen zeigt mehr Herz für Aschebergs Verliebte!;
  • mehr Herz für Tourismus und Radfahrer: erneuerte Straßen auch im Außenbereich müssen mit Schutzstreifen für Radfahrer versehen werden. Touristen wollen von jedem Bahnhof in Aschebergs Nähe zu unseren Sehenswürdigkeiten radeln:
    der Bürgerwunsch nach mehr Herz für das Leben und die Freude der Radfahrer;
  • Herz für Bienen und Insekten zeigen Blumenwiesen im Innen- und Außenbereich: ein Bürgerwunsch nach mehr Herz für ein ökologischeres Ascheberg;
  • mehr Herz auch für ein zukunftsfähigeres Ascheberg:
    nachhaltige Energiekonzepte am Vorbild Saerbeck orientiert brauchen Eile: Energieproduktion für die Heimat und umliegende Städte! Windkraft bringt enorme Vorteile: neue Arbeitsplätze, volle Auftragsbücher regionaler Firmen, Pachteinnahmen für Landwirte, Gewinne für lokale Kaufkraft, Gewerbesteuern für kommunale Kassen, hohe Renditen für teilhabende Ascheberger. Eine Bürgerenergiegenossenschaft nimmt alle Ascheberger mit. Genossenschaftsanteile mit niedrigem Einstieg werden auch Jugendliche begeistern. Über 4% dauerhafte Rendite sprechen hier so manches Herz an. Aurich hat’s vorgemacht, Saerbeck macht’s nach.
    Setzen wir auf Zukunft! Worauf warten wir? Zeigen wir, ob wir
    Ein wahres Herz für Ascheberg  haben!

3 kurze Punkte noch zum Schluss:
Punkt 1:
An der Profilschule darf nicht gespart werden. Dieser Schulversuch, in Abstimmung mit Frau Ministerin Sylvia Löhrmann durch eine Konzeptgruppe entworfen, macht Ascheberg wirklich attraktiver. Fast 50 Anfragen nach Bauplätzen in unmittelbarer Nachbarschaft der Profilschule sprechen hier Bände. An der Profilschule zu sparen, ist Versündigung an Aschebergs Attraktivität: Sparen Sie nicht an Sozialarbeitern, nicht bei Inklusionskräften, denn das ist nicht zukunftsfähig für Ascheberg.

Punkt 2:
LEADER stellt regionale Wertschöpfung auf neue Beine. Das Münsterland ist nicht Münsterländer Parklandschaft, sondern Agrarkultur ohne Vielfalt. O.k., nicht lästern!
Aber Österreichs Ökoregion Kaindorf stellt uns ein Projekt vor, dass die Ascheberger Landwirtschaft im Zeitalter des Klimawandels in seinen Genen hat:
die Klimalandwirtschaft, auch COOL-Farming genannt. Sie bindet Treibhausgase, gibt Böden ihre alte Gare wieder, besetzt Landwirtschaft mit positiven Werten und beflügelt die gesamte lokale Wirtschaft.
Initiieren wir ein LEADER-Projekte, Marke Kaindorf! Nehmen wir das notwendige Geld in die Hand, um vorne weg den Weg ins 21. Jahrhundert zu gehen! Kaindorf und die Bodenkunde, Uni Wien machen es vor. Ergreifen wir die Chance für Ascheberg und unser Münsterländer Kleeblatt.
Machen wir uns zur Klimaregion!

Und als Letztes Punkt 3:
Seien wir christlich!
Akzeptieren wir die einmalige Chance, die uns die Flüchtlinge bringen mit einer grenzenlosen Willkommenskultur. Nehmen wir die Vielfalt an!
Wir Grünen haben diese Solidarität in unseren Genen.
Papst Franziskus sagt dazu:
Solidarität den Flüchtlingen gegenüber ruft in der entwickelten Welt Ängste hervor. Aber sie sind doch privilegierte Lehrer für das Verstehen, wer Gott ist, denn sie demaskieren unseren Egoismus, unser falsches Sicherheitsbedürfnis, die Selbstgenügsamkeit, und sie führen uns zur Erfahrung der Nähe und Zärtlichkeit Gottes.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,
Danke für Ihre Aufmerksamkeit und ein
Toi, toi toi
für unseren neuen Haushalt 2015!

Seien wir mutig!

 

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