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23Feb

2. Bürgerstammtisch von „Bündnis 90/Die Grünen, OV Ascheberg“, 18. Februar 2013

2. Bürgerstammtisch „Bündnis 90/Die Grünen, Ascheberg“

Thema:
Demographischer Wandel in Ascheberg

 

Ort:                 Gaststätte Elbering in Davensberg
Zeitpunkt:   18. Februar 2013, 19:30

Grundlage dieses Diskussionsabends bildeten ein Kurzreferat sowie der auf eine Studie der Wilhelms-Universität Münster basierende Vortrag von PD Dieter Hoffmeister.

1. Referat  Dieter Hoffmeister zum Demographischen Wandel

  • Prognostizierte demographische Entwicklung für ganz Deutschland:
    • Bevölkerungszahl wird bis 2020 zwischen 80 und. 83 Mio. pendeln, danach bis 2050 auf 64 – 70 Mio. Einwohner fallen
    • die Bevölkerung wird älter von 42 heute auf 52 Jahre im Jahr 2060;
      die Zahl der Hochbetagten (über 80-Jährige) wird sich bis 2060 mehr als verdreifachen
    • weitere Verlagerung des Bevölkerungsschwerpunktes auf die Städte:
      eine Versteppung der Naturlandschaft und die Kulturangebote der Städte führen zu Migrationsbewegungen
    • Bevölkerungsanteil der Zugewanderten wird zunehmen
  • Prognostizierte demographische Entwicklung in Ascheberg bis 2030:
    • zwischen 1981 und 2011 nahm die Bevölkerung um 25% zu
      (ganz NRW um 5%)
    • prognostizierte Bevölkerungsrückgang bis 2030: 5,5% (ganz NRW um 3%, COE: 4%)
    • Bevölkerungsgruppe 10 bis 44 Jahre wird zwischen 20 und 30% abnehmen, was unter anderem einen Fortbestand der Profilschule in Frage stellen wird.
      Ihr weiterer Bestand wird bereits ab 2020 aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen bedroht sein. Ascheberg könnte zu einem Dorf ohne weiterführende Schule werden
    • die Bevölkerung > 65 Jahre wird um über 50% zunehmen
    • zwischen 2000 und 2011 nahm die Siedlungs- und Verkehrsfläche trotz einer nicht steigenden Bevölkerungzahl bereits um 20% zu
      (ganz NRW um 8%, COE: 11%); weitere Zunahmen dieser Versiegelung der Oberfläche stehen bei der aktuellen Gemeindepolitik auch für die Zukunft zu erwarten.
      Die Gemeindeplanung verläuft sich in einer Sackgasse

2. Kurzreferat  Hubert Beckmann Altern in Ascheberg

  • Inklusion älterer Menschen ist die beste Möglichkeit Altersarmut zu verhindern
  • die Gemeinde Ascheberg muss die Versorgung und Eingliederung älterer Menschen zu einem ihrer Schwerpunkte gestalten

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Diskussionsbeiträge:

  • Mitarbeit älterer Menschen besteht bei den Bürgerbussen, und bildet Modell für weitere Mitarbeit
  • Kataster bestehender Straßen mit Bewohnerdichte, Alterdurchschnitt und Entwicklung verhindert Entkernung der Orte und schränkt weiteren Flächenverbrauch ein
  • Mehrgenerationenhäuser als Modelle der Zukunft anregen und unterstützen
  • Basis-Infrastruktur ist zu erhalten: Ärzte, Lebensmittel, Haushaltsgüter, u.ä.
  • körperliches Training durch Altersbodybuilding reduziert die Demenzgefahr (wissenschaftliche Studie):
    das Rote Kreuz bietet Fitness-Gymnastik für Ältere an
    weiteres Einrichten von Trainingsgruppen (Laufgruppe) für Ältere z.B. beim TUS Ascheberg anregen

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Programmpunkte B90-Grüne-OVA für die Kommunalwahl:

  1. alternative Konzepte für die weitere Schulbildung in Ascheberg ausarbeiten
  2. bezahlte Mitarbeit älterer Menschen in Ascheberg anregen (Liste im Rathaus anlegen)
  3. Kataster der Straßen in Ascheberg anlegen (Bewohnerdichte, Alterdurchschnitt)
  4. Förderprogramm, das anregt auch alte Häuser zu kaufen
  5. Basis-Infrastruktur für ältere Mitbewohner erhalten
  6. Mehrgenerationenhäuser anregen
  7. Altersbodybuilding und Alterslaufgruppen fördern
14Feb

Bürgerstammtisch zum Demographischen Wandel