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23Jan

Artenvielfalt in Ascheberg – das Projekt „Ascheberg blüht“

Eine wissenschaftliche Arbeit zeigte an, dass in Deutschland die Artenvielfalt insbesonders im Bereich der Mikrofauna zusammenbricht. Studien im Aussenbereich verifizierten dies. Diese wiederum war der Anlass, dass der Ascheberger CDU-Fraktionsführer Ludger Wobbe die Artenvielfalt zu einem TOP im Ascheberger Gemeinderat zu machen.
Die Gemeindeverwaltung gab die die Problematik des Themas zu bedenken:
die allermeisten Ascheberger wohnen im Dorf. Der überwiegende Teil der Artenvielfalt der Flora, Fauna und Mikrofauna hat ihr Habitat im Aussenbereich, in den Bauernschaften, dort wo die Bauern schafften oder schufen und immer noch schaffen. Und wie wir von Herrn Silkenböhmer erfuhren, sind die Bauern die edelsten Pfleger der Umwelt.
Auch Frau Ministerin Christiane Schulze Föcking untermauerte diese Sicht auf dem Coesfelder Bauerntag 2018.
Everything is alright, isn’t it!
Artenvielfalt scheint also das Thema einer relativ kleinen Berufsgruppe zu sein.
Und wenn die Studie korrekt ist und die CDU-Fraktion sich zurecht sorgt, läuft bei der bäuerlichen Pflege irgendetwas falsch. Sie scheint die Umwelt zu vernichten. Oder aber wir halten es mit Donald Trump und titulieren unsere Wissenschaft als eine chinesische Chimäre.
Aber kommen wir doch zunächst einmal zum Dorf:
Dort gibt es zwei Handelnde: die Gemeinde und die Kleingärtner.
Beim Teil der Gemeinde existieren drei Habitatstypen:
  • Straßenrandvegetation, die regelmäßig gemäht wird, was Artenreichtum senkt und Gräserdominanz fördert
  • Bauplatzvegetation, wo aktuell nicht bearbeitet wird, also auch kein Spätsommerschnitt, was aktuell das Jakobskreuzkraut in seiner Dominanz fördert, was dann wiederum über kurz oder lang zum Spritzmitteleinsatz führen wird, und was dann letztendlich Artenreichtum senkt.
    Se bon?
  • Frei- und Brachflächen, in der Regel ungepflegt, was wiederum den Artenreichtum stört.
    Für die Kreisverkehre wurde im Gemeinderat als proaktive Maßnahme vorgeschlagen, artenreiche Mischungen zu säen. Das macht zwar unser Dorf für den Tourismus attraktiver, aber mit Artenvielfalt …
    machen wir uns doch bitte nicht lächerlich!
Bleiben die Gärtner.
In den in aller Regel Beikraut-freien Beeten wachsen häufig exotische, also nicht einheimische Pflanzen. Sie werden regelmäßig eingefasst von grünen Rasen, der einmal wöchentlich
geschnitten wird.
Artenvielfalt geht anders

Soviel zum Dorf:
Aber das Dorf verfügt über weniger als 3% der gesamten Freifläche Aschebergs, kommt damit also nicht einmal in den von mir so genannten Flächen-Gemeinderat. Und wer Artenvielfalt an den Flächen der Kreisverkehre festmachen will, den sollten wir nicht Ernst nehmen.
Sonst würde uns niemand mehr Ernst nehmen!

Bleiben also die Bauernschaften:
Dort gibt es
  • Forst
  • Ackerland
  • Randstreifen
  • Weiden
    und
  • Brachland.
 Der Ascheberger Forst ist Nutzforst, und der ist wie alle Studien zeigen artenarm.
Im Wald bildet der Pilzreichtum eine Zeigerpflanze für Artenvielfalt. Um reichlich Pilze zu sammeln, geht der Mitbürger besser in die Wälder der Nachbar-Gemeinden.
Zu Aschebergs Ackerland sang bereits Marlene Dietrich:
”Sag mir wo die Blumen sind. Wo sind sie geblieben?”
Flora und Fauna wurden tot gespritzt, oder mit der Güllelandwirtschaft überdüngt. Und Überdüngung, also 170 kg N allein durch Gülle killt jede Artenvielfalt.
Randstreifen sind ebenfalls komplett überdüngt, was der Gräserreichtum zeigt.
Und das gilt auch für Ackerrandstreifen:
im 2. Jahr steht da nur noch Gras.
Auch Weiden finden sich völlig überdüngt,
so dass dort höchstens Löwenzahn blüht, die Zeigerpflanze für geringe Artenvielfalt.

Zu guter Letzt bleibt das Brachland, was da sind zum einen die Naturschutzreservate und zum anderen die Lärmschutzwälle.
Naturreservate gibt es in relevanter Größe eigentlich nur in Davensberg. Davensberg ist Aschebergs Heim der Artenvielfalt. Da liegen die Emmerbachaue und die Feuchtwiesen der NABU. Hier  existiert wirklich Artenreichtum, oder er wird existieren. Das wird ein Touristenmagnet Aschebergs werden.
Zum anderen reden wir von den Lärmschuzwällen, die bei richtiger Planung und Pflege ein Kleinod der Artenvielfalt sind.
Bei Lärmschuzwälle handelt es sich um Trockenhabitate auf nährstoffarmen Böden, und die sind wie wir wissen, beste Standorte für Artenreichtum.
Aber sowohl gegen Lärmschuzwälle als auch gegen das NABU-Naturreservat haben sowohl Landwirtschaft als auch die Gemeinde Ascheberg bisher ihre Einwände zum Ausdruck gebracht.
Vielleicht ändert das Bewusstsein um die Bedeutung der Artenvielfalt ja diese Abschätzungen.
Ascheberger Lärmschuzwälle wurden noch vor nicht zu langer Zeit kostengünstig verkauft.
Da hätte die Gemeinde leider ihre Chance gehabt, Artenvielfalt auf ihrem Gebiet in ihre Hand und Pflege zu bringen.
Zu spät! Schade … .
Die Gemeinde hat diese große Chance Artenvielfalt zu fördern verpasst.
Es bleiben ihre Freiflächen, die sie angepasst wachsen lässt, und die sie anschließend geeignet pflegen muss, wie dies zum Beispiel auf den Davensberger Emmerbachauen durch die Schafbeweidung geschehen wird.

…. und am Ende dieser Abhandlung zu Artenvielfalt in Ascheberg:
was kann denn der einzelne Ascheberger Mitbürger tun, um Artenvielfalt zu fördern?
Zunächst kann er durch sein Kaufverhalten, die Artenvielfalt fördern!
Biologischer Anbau fördert Artenvielfalt.
Die Landwirtschaftskammer wählte im Sommer 2017 einen Biolandbetrieb in Capelle; Nordkirchen als “zukunftsfähige Landwirtschaft des Münsterlandes”.
Die stellte ihn als solchen landwirtschaftlichen Beratern und Wissenschaftlern aus 20 Ländern Europas vor. Diese hatten zuvor 2 Wochen über die Zukunft der Landwirtschaft diskutiert.
Der vorgestellte Betrieb hat die artenreichsten Flächen der gesamten Region. Er wurde als biologisch wirtschaftender Betrieb von den Projektteilnehmern als vorbildliche Form der Landwirtschaft eingestuft.
Der Mitbürger entscheidet also an der Ladenkasse, oder im direkten Gespräch mit den Landwirten, zum Beispiel auf der Kirmes oder beim Schützenfest. Für die einzelnen Landwirte ist die Umstellung ihres Betriebes eine Entscheidung, die eine Zukunft des Hofes in Frage stellt. Sie erfordert enormen Mut. Wir Ascheberger können den Bauern dabei helfen, ihn unterstützen.
Lassen wir uns da nicht lumpen, werden wir tätig, und ünterstützen wir unsere Bauern in dieser schweren Stunde ihres „Bauern schaffen!“ mit guten Ideen.

03Dez

Glyphosat lokal verbieten?!

Die lokale Diskussion zum Erhalt der Artenvielfalt in Ascheberg rückte Glyphosat-haltige Herbizide und ihren Einsatz in Landwirtschaft, Gemeinde und Privatgärten in einem symbolischen Mittelpunkt.

Dieses Pflanzengift steht für eine vollständig industrialisierte Landwirtschaft, die nur auf Effizienz setzt und der die Gesundheit der Mitbürger diesbezüglich gleichgültig zu sein scheint.
Mit Glyphosat handelt es sich um das weltweit und in Deutschland, also wohl auch in Ascheberg meist gespritzte Pestizid. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation hat es als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft. Zudem trägt Glyphosat maßgeblich zum katastrophalen Artensterben in der Agrarlandschaft und in privaten Gärten bei.

Daher beantragt B’90-Grüne-OV Ascheberg, dass der Gemeinderat Ascheberg auf seiner nächsten Sitzung am 12. Dezember 2017 ein Moratorium gegen den Einsatz von Glyphosat in unserer Gemeinde ausspricht.
Diese Art gemeindlichen Einvernehmens war bereits bei der parteiübergreifenden Initiative gegen das Gasbohren in Herbern erfolgreich.

Dieses Moratorium wird durch folgende Beschlüsse untermauert

  • dem Bauamt Ascheberg wird der Einsatz von Glyphosat ab sofort untersagt. Noch bestehende Restbestände werden umgehend der dafür vorgesehenen Sondermüllentsorgung zugeführt
  • alle Mitbürger unserer Gemeinde sind in besonderen Informationen, was da sind Auslage von Flyern, Zeitungsannoncen, und Stellwände an zentralen Standorten auf die Gefahr durch die Glyphosat-Mittel hinzuweisen. Vorlagen dazu, also auch für die Stellwände sind aus dem Internet zu entnehmen, und bei den zuständigen Organisationen (BUND, Foodwatch, NABU, Greenpeace, etc.pp.) um ihre Nutzung nachzufragen.
03Dez

Jetzt die Artenvielfalt absichern!

Der BPUA Ascheberg beschloss die nächste Sitzung dem Thema „Blühendes Ascheberg“ mit Schwerpunkt Artenvielfalt in Ascheberg zu widmen.
Dazu konnte der Agraringenieur Schwerpunkte Ökologie und Internationale Entwicklung sowie B’90-Grüne Hubertus Beckmann zwei Sachverständige gewinnen:

Herr Kristian Lilje (ehemals Mantel, NABU-Naturschutzstation Münsterland, Haus Heidhorn, Westfalenstr. 490, Münster) nahm nicht nur an einem 3-jährigen Bundesprojekt zur Bestandsaufnahme der Artenvielfalt im Münsterland teil, sondern besitzt als Ingenieur der Landschaftsentwicklung für Weidelandschaften, Landwirtschaft, Flächenbetreuung, Ornithologie und Artenschutz eine hervorragende thematische Kompetenz, auf die der BPUA nicht verzichten sollte.

Desweiteren gab der in Ascheberg wohnhafte Imkermeister der Landwirtschaftskammer Münster Herr Holger Kretschmar seine Zusage. Er würde Auskunft zur Bedeutung der Insekten für Artenvielfalt und Ökologie geben. Außerdem besitzt er fundierte Kenntnis zu Fördermöglichkeiten für Gemeinde und Landwirtschaft. Gerade die Landwirtschaft besitzt eine ganz besondere Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Gemeinde, wie im Überblick nicht nur zahlreiche wissenschaftliche Studien wie z.B. von der OECD-Deutschland belegen, sondern auch jeder langjährig erfahrene Ascheberger Spaziergänger berichten kann.

Von Herrn Lilje und Herrn Kretschmar würden die BPUA-Mandatsträger und interessierte Bürger mehr über Zustand der regionalen Artenvielfalt sowie den Optionen zu ihrem Erhalt erfahren.
Daher regen wir an, diese Mögichkeit nicht ungenutzt zu lassen.

28Nov

Freiheit statt CSU!?


Die CSU zeigte einmal wieder beeindruckend, wieviel sie von demokratischen Prinzipien hält:
NICHTS!

Trotz aller Absprachen innerhalb einer vom Wähler gestützten Koalition von CDU, CSU und SPD setzt die CSU ihren hofeigenen Willen und den Willen der Lobbyisten durch:
die Landwirte bekommen die Genehmigung, mit Glyphosat unsere Umwelt für weitere 5 Jahre unsere Umwelt zu vergasen!

Dabei werden die Landwirte sich selber am meisten schaden, da Glyphosat das Mikroleben auf denen von ihnen genutzten Äckern zerstört. Das wird langfristig die Nachhaltigkeit der Erträge schädigen.

Zur wissenschaftlichen Begründung der Entscheidung übernahm die CSU nahtlos die Argumente von Monsantos. Dabei hatte Monsantos bereits bei den Prozessen um die Folgen des Vietnam-Giftes Agent Orange gezeigt, wozu wissenschaftliche Aussagen verfälscht werden:
zum Schaden der Menschen.
… und darüber hinaus steht die Aussage der CSU, Herr Minister Schmidt habe als Kompensation für seine Zustimmung zur Glyphosat-Nutzung Massnahmen zur Wahrung der Biodiversität eingefordert.
Dabei gibt es doch keinen schlimmeren Umweltzerstörer als dieses Gift, keine größere Gefahr für das Fortbestehen der Menschheit, denn dies Gift zerstört unserer Umwelt weltweit.

Wissenschaftliche Studien indentifizierten eine lange und wachsende Liste von menschlichen Krankheiten, die im unmittelbaren Zusammenhang mit chronischer Glyphosat-Vergiftung stehen:
Autismus, Alzheimer, Parkinson, Angststörungen, Depressionen, gewalttätiges Verhalten, Nierenversagen, Diabetes, Fettleibigkeit, Schilddrüsenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, bösartige Lymphome, Unfruchtbarkeit, Zöliakie, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, etc.pp. (nach Zahlen aus US Regierungsquellen).

Die Universität Leipzig untersuchte im Dezember 2011 das Urin von Menschen, die außer der Ernährung nichts mit der Landwirtschaft zu tun hatten:
in ALLEN Urinproben wurde Glyphosat nachgewiesen mit Werten von 0,5 bis 2 ng Glyphosat pro ml Urin. Der Trinkwassergrenzwert liegt bei 0,1 ng/ml.
In Brandenburg wurde auf Initiative eines Imkers sein Honig untersucht.
Der gefundene Wert überstieg die erlaubte Höchstmenge von 50 ng je mg (= 50 mg je kg) um mehr als das hundertfache.

Eigentlich sollten in einer Demokratie Verbraucher- und Wählerschutz den Vorrang haben. Für die CSU hat Lobbyschutz Vorrang.
Der Wähler wird als Placebo genutzt und in die Irre geführt, um diese Politik zu rechtfertigen.
Kennen wir das nicht?
Seien wir wachsam!
Die Erinnerung an die Folgen sollte nicht verblassen.

13Nov

Grüne Kreis Coesfeld zum Insektensterben: Nicht nur die Bauern sind schuld – wir alle müssen unser Verhalten ändern!

Das Insektensterben ist also nun offiziell. Ale Zeitungen und Medien – AZ, FAZ, Zeit, Stern und sogar die Bild haben in den letzten Wochen darüber berichtet. Seit 1989 ist die Biomasse der Insekten um mehr als 75% zurückgegangen und das hat bereits Folgen. Insekten sind nicht nur die wichtigsten Pflanzenbestäuber, sondern regulieren auch Schädlinge und dienen zahlreichen anderen Arten als Futter. Weniger Insekten bedeuten deshalb weniger Fische, Frösche, Eidechsen, Vögel und Säugetiere. Und so droht gerade unser gesamtes Ökosystem zusammenzubrechen. Ein Schuldiger wurde in den Medien schnell gefunden: Die konventionelle immer intensiver gewordene Landwirtschaft mit ihren Spritzmitteln und stark gedüngten Flächen, die unter dem Druck der Globalisierung günstige Lebensmittel produzieren soll.

 

„Es mag zwar viele wundern, dass wir hier die konventionelle Landwirtschaft unterstützen, aber so einfach ist es nicht“, so Dr. Anne-Monika Spallek, Sprecherin der Grünen im Kreis Coesfeld. „Eine einseitige Schuldzuweisung auf die Landwirtschaft ist uns zu billig. Damit stiehlt sich der Verbraucher und die Politik viel zu einfach aus der Verantwortung.“

 

Wir alle – der private Bürger und auch alle Organisationen/Verbände, die Kommunen und Kreise, die Wirtschaft, die Kirchen und die Politik –  sind als Eigentümer/Nutzer/Verpächter von Flächen auch Mitverursacher des Artensterbens. Denn entweder sind die Flächen versiegelt (Parkplätze, Häuser, Gewerbegebiete, Straßen, uvm) oder es sind ordentlich gestaltete Gärten und Grünflächen mit nicht heimischen Pflanzen oder gar Kiesgärten, die ebenso wenig Lebensraum für die heimische Tierwelt darstellen.

 

Aber vor allem sind wir über unser Konsum- und Wegwerfverhalten sowie unserer Gier nach billigen Lebensmitteln und unserem Mobilitätsverhalten Mitverursacher dieses Aussterbens. Wir verursachen in Deutschland mit Straßen-, Siedlungen und Gewerbegebieten einen Flächenverbrauch von 66ha (ca. 94 Fußballfelder) am Tag. Zudem wollen wir es sauber und ordentlich in der Landschaft  und dann wundern wir uns noch, dass die heimische Tier- und Pflanzenwelt verschwindet?

 

„Im Gegensatz zu den Landwirten“, so Spallek, „sehen wir aber nicht, dass wir, bevor wir Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt ergreifen, zuerst noch viele detaillierte Studien zur Ursachenforschung brauchen. Das muss parallel erfolgen. Denn die Forscher sind sich einig, da wo naturnaher und ökologischer gewirtschaftet wird, geht es der Tierwelt wesentlich besser.“

 

Wir Grünen im Kreis Coesfeld fordern daher: „Wir müssen gemeinsam und auch jeder einzelne für sich sofort Maßnahmen gegen den Artenschwund ergreifen. Wir fordern eine naturnahe/ ökologischere Gestaltung und Bewirtschaftung bei allen Flächen und von allen Flächenbesitzern – bei den Privatgärten genauso wie bei den Grünflächen der Kirchen, im Gewerbegebiet oder der Kommune sowie in der Landwirtschaft.

Das heißt, wir brauchen eine ökologischere Grünflächen-/Randstreifengestaltung und -pflege in den Kommunen mit Obstbäumen, heimischen Hecken oder Wildpflanzen anstatt ständigem Mulchen von Rasenflächen und ebenso eine naturnahe Gartengestaltung in Siedlungen und Gewerbegebieten. Wir benötigen ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln im Privatbereich und eine Reduktion deren Anwendung in der Landwirtschaft. Dazu muss der Anbau von Wildpflanzen anstelle von Mais für Biogasanlagen sofort ausgeweitet werden und die Förderung von naturverträglichen Anbaumethoden in der Landwirtschaft ausgebaut werden. Und am Wichtigsten und alternativlos: Wir brauchen eine konsequente Begrenzung der Versiegelung.“

29Okt

… und immer noch heizen sie durch die Sandstraße

Die Ascheberger Sandstraße bildet den zentralen Ort für das Leben in unserem Dorf.
An ihrem Bordstein liegt der Kirchenturm mit dem Kirchplatz, die reizesten Cáfes des Ortes, der Friedhof, etc.pp.
Der Verkehr nimmt ihr jedoch jedlichen Charme.

Was bietet denn dann Ascheberg noch?
Bald werden wir durch ein neues Einkaufszentrum zum regionalen Supermarkt.
Die Attraktivität wird sich dann allein auf den Konsum beschränken.

Eine verkehrsberuhigte Sandstraße aber, unter dem Symbol einer Spielstraße würde mit der Atmosphäre einer Cafe-Straße.
So manchen Schnellfahrer, der zeigt was sein Wagen kann, gilt es damit zur Raisson zu bringen. Dann müssten auch die über 100 Kinder, welche die Sandstraße jeden als Schulweg nutzen, nicht mehr um ihr Leben fürchten.
Dem ganzen Dorf würde so ein ganz neuer, charmanterer Geist eingehaucht.

23Okt

EU gegen Zulassung von Glyphosat: B’90-Grüne, OV Ascheberg ruft zur Aktion auf

Der Umweltausschuss des Europaparlaments hat mit großer Mehrheit (39:9:10 Stimmen) dagegen gestimmt, die Zulassung des umstrittenen Pflanzenvernichtungsmittels Glyphosat zu verlängern. Die Mehrheit kam zustande durch die Stimmen von Sozialdemokraten, Grünen, Linken und einem Teil der Liberalen. Nächste Woche wird das Europaparlament im Plenum über die Resolution votieren. Damit steigt der Druck auf die Mitgliedsländer, die Genehmigung für Glyphosat endgültig auslaufen zu lassen. Hier kommt es vor allem auf die deutsche Bundesregierung an, die kritische Haltung von Frankreich und Italien zu unterstützen.

Um den Druck der Zivilgesellschaft auf die Politik zu erhöhen, ruft B’90-Grüne OV Ascheberg zusammen mit vielen anderen zum Unterzeichnen einer Online-Petition an das EU-Parlament auf:
www.change.org/glyphosat.
Initiatoren dieser Initiative sind u.a. die Grünen EU-Abgeordnete Sven Giegold und Thomas Häusling.

Die Grüne Fraktion im EU-Parlament hat eine neue Studie zu Glyphosat veröffentlicht. Sie belegt die Gefährlichkeit des Gifts für die Natur und Mensch und zeigt Alternativen zu dem Ackergift:
https://www.greens-efa.eu/files/doc/docs/ab61fee42c3217963d3a43bd1c4b1e09.pdf

18Okt

PIK-Vorgabe für die Koalitionsgespräche

Der Klimawandel wird eine der Bedeutendsten, wenn nicht gar die Bedeutendste politische Aufgabe für den Rest dieses Jahrhunderts darstellen.
Pünktlich zum Beginn der Jamaika-Verhandlungen äußerte sich im Deutschlandfunk, der Wissenschaftler Dr. Stefan Rahmstorf, Ozeanograph und Klimatologe des Institutes für Klimafolgenforschung in Potsdam (PIK):
Die Grundannahme für seine Aussage ist, dass die Rechte auf CO2-Ausstoss für alle Menschen auf diesem Planeten gleichhoch sind, was heisst, dass alle Menschen das gleiche Emissionsbudget haben. Desweiteren geht er bei seinen Annahmen für Deutschland von einer linearen Abnahme des CO2-Ausstosses aus.
Unter diesen beiden Annahmen muss Deutschland den Berechnungen des PIK folgend ab 2036 klimaneutral arbeiten.
Das bedeutet also, dass Deutschland 2017 5% weniger CO2 emittiert wie 2016, 2018 5% weniger wie 2017, 2019 5% weniger wie 2018, etc.pp.
Auf die Realisierung dieser Leitlinie müssen sich die Parteien bei den Koalitionsgesprächen konzentrieren.

… oder die Politiker halten es wie Donald Trump und erklären wissenschaftliche Ergebnisse für eine Erfindung der Chinesen … !

18Okt

Roundup – am 25. Oktober 2017 fällt die Entscheidung

Am 25. Oktober 2017,
also heute in einer Woche,
entscheidet die EU, ob oder ob nicht dem Totalherbizid RoundUp eine weitere Zulassung erteilt wird.
Die Initiative
„Internationales Monsantos Tribunal“ >http://de.monsantotribunal.org/<
versucht über die Folgen dises Herbizides aufzuklären.

ARTE informiert dazu in
„RoundUp, der Prozess“ >https://www.arte.tv/de/videos/069081-000-A/roundup-der-prozess/<

Wir plädieren dafür, dass
Ökozid
als Verbrechen gegen die Ökosysteme als Tatbestand im internationalen Recht Anerkennung findet.

Glyphosat ist dieses Ökozides anzuklagen!

16Okt

Die Landwirtschaft muss sich ändern!

Die Landwirtschaft muss sich ändern!

6 bis 7-stellige Grossinvestionen sind für einen Bauernhof NIE nachhaltig und daher steuerrechtlich zu erschweren, bzw. besonderen Umwelt-Prüfungen zu unterziehen.
Wachse oder Weiche
als Motto einer neoliberalen Agrarpolitik zerstört Umwelt und Bauernhöfe. Grossinvestitionen spielen in diesem sozialdarwinistischen Gesellschaftsspiel.
SOZIALDARWINISMUS IST NIE NACHHALTIG!!

 

Die Landwirtschaft muss sich ändern!

Die aktuelle Agrarindustrie wird vergeblich um eine Anerkennung in der Bevölkerung kämpfen:

  • Tierwohl geht anders (siehe PD Detlef Fölsch)
  • Feinstaubemissionen (Bodenersion durch Wind, Sekundärphasen der Ammoniak-Ausgasung, etc.) auf dem Land dürfen nicht verschwiegen werden
  • Verkehrsbelastungen rauben etlichen Mitbürgern nachts den Schlaf
  • Schwerstmaschinien zerstören Gemeindewege

 

Die Landwirtschaft muss sich ändern!

also der durch Sojaschrotimporte bedingte Stickstoff (Eiweisse bilden sich aus N) und die Artenvielfalt sind Antipoden, i.e. die ständige Stickstoffdüngung zerstört die Pflanzenvielfalt einer Landschaft
Sojaschrotimporte
also die auf Round-up-ready-systems und seine aktuellen Nachfolger Ackerkulturen zerstören Regenwälder (Brasilien) und Kinderleben (Argentinien). Toni Hoffreiter fordert zurecht dies den Käufern (Tierhaltern) und nachfolgenden Kunden bewusst zu machen (Tabak-werbungs-gleich wäre unser Vorschlag)

Gülleausbringung
beschleunigt den Klimawandel, da seine salzhaltigen Substanzen das auf Süsswasser ausgerichtete Bodenleben und damit auch den Dauerhumusgehalt der Böden zerstört.
1% Dauerhumus bindet 80 Tonnen CO2 je Hektar. Die Terra Preta Böden des Amazonasregenwaldes oder die Böden der Schwimmenden Gärten Mexicos enthalten über 20% Dauerhumus.

Ackerböden
werden bei aktueller Nutzung in spätestens in 60 Jahren ihre Fruchtbarkeit verloren haben Diese Aussage wurde von der FAO wissenschaftlich unterlegt!

Wir hoffen, jetzt miemt keiner D.Trump und hält die Wissenschaft für eine chinesische Erfindung

Die Landwirtschaft muss sich ändern!
Verbesserungen der Landwirtschaft müssen nachhaltig sein, i.e. Umwelt und Bevölkerung integrieren.
Vorschläge dazu könnten als Versuchsanlagen gefördert werden, und zumehmend als neue Keimlinge ihre Umsetzung finden:

  • Humuslandwirtschaft – siehe Klimaregion Kainsdorf –
    • bremst Klimawandel ganz massiv durch CO2-Sequestrierung
      (80t CO2 / ha und 1%mehr an Dauerhumus!!):
      CO2-Abgaben eindeutig erhöhen und CO2-Sequestrierung vergüten
    • fördert landwirtschaftliche Vielfalt
  • Social Farming -siehe Petrarca und van Elsen –
    • Landwirtschaft und Tourismus,
    • Landwirtschaft und Information der Öffentlichkeit (s. Hof Deventer, Rinkerode),
    • Landwirtschaft und Behinderte (St.Georg),
    • Landwirtschaft und Strafvollzug,
    • Landwirtschaft und Integration von Flüchtlingen geringerer Schulausbildung, …
  • Urban Farming – die moderne Form des Schrebergartentums ist auch in Deutschland angekommen. Sie wurde und wird
    • in Havanna erfolgreich praktiziert,
    • findet in Caracas Ausdehnung,
    • und soll Vancouver bis 2030 zu großen Teilen versorgen
    • in D: Berlin, Köln, Andernach;
    • die Städte Berlin und Hamburg bilden D’s Standorte höchsten Honigertrages!!
  • Solidarische Landwirtschaft – CSA befindet sich in der Ausdehnung;
    • Die Common Supported Agriculture befindet sich in der Ausdehnung.
    • Kunden werden Mitglied des Bauernhofes. Gleich einer Aktie kaufen sie Anteile an der Produktion des Hofes und bekommen in regelmäßigen Abständen eine Kiste mit Lebensmitteln.,
  • Social Herding
    • Wanderschafthaltung verhindert die für die Artenvielfalt so gefährliche Landschaftsfragmentation, i.e. Zerteilung der Landschaft und deren Flora und Mikrofauna
    • wird bereits erfolgreich mit sozialen Konzepten kombiniert:
      • Tourismus,
      • Integration Krimineller Jugendlicher,
      • Integration von neuen Mitbürgern,
      • Arbeit mit Kindergärten,
      • Naturkunde,
      • etc pp,
    • ist wie Social Farming mit sozialen Konzepten zu kombinieren
  • Landschaftsarchitektur –
    • Agrarwüsten durchziehen das Münsterland
      Agrarwüsten?
      Jawohl!
      Wüste beheimaten nur annuelle Vegetation, wie die hiesigen Ackerflächen: Mais Weizen Gerste
      Wüsten bestehen nus aus abließenden Wasserkreisläufe: Niederschlag, Drainage, Vorfluter, Fluss, Ozean, ….
      Wüsten haben einen niedrigen DAUERHUMUS(!)gehalt, wie bei hiesigen Ackerflächen: < 3% Dauerhumusgehalt
    • zerstören nicht nur unsere Artenvielfalt, sondern die Pufferkapazität der Natur und ihrer Böden gegen Extremklimaereignisse

All diese Keimlinge einer
„Landwirtschaft von Morgen“
sollten, ja müssen in JAMAIKA Beachtung finden.
Landwirtschaft muss Grün werden. Da haben wir vollkommen recht!
Unter Renate Künast wichen weit weniger Betriebe als unter Christian Schmidt. Ihr Einfluss schütztet die Landwirtschaft vor dem Sozialdarwinistischem Wachse oder Weiche.
Das spricht bei den Jamaika-Verhandlungen eindeutig für

Landwirtschaft in Grüner Hand!

 

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